07.03.26
TSV Handball-Frauen, Oberliga
HSG VeRuKa – TSV Kaldenkirchen 27:25 (13:13)
So geht’s dann allmählich dahin.
In dem Vier-Punkte-Spiel bei der Spielgemeinschaft aus Rumeln/Kaldenhausen waren für die TSVerinnen dringend Punkte gefordert. Der Gegner steht im unteren Tabellendrittel und man hätte mit einem Sieg das Feld der abstiegsbedrohten Mannschaften näher zusammenhalten können. Es entwickelte sich dann ein Spiel auf Augenhöhe, das über die gesamte Zeit nahezu ausgeglichen war. Außer bei der 8:6-Führung des TSV nach zwanzig Minuten führte bis fünf Minuten vor dem Ende nie ein Team mit mehr als einem Tor. Die Blau-Weißen waren dabei vorne kämpferisch bemüht und spielten passabel, zeigten aber -abgesehen von Torhüterin Melissa Tlotzek- teils eklatante Mängel im Abwehrverhalten. Auf den Außenpositionen fand man keine geeigneten Lösungen, um die gegnerischen Angreiferinnen effektiv zu stören. Beim Umschaltspiel von Angriff auf Abwehr war das TSV-Team insbesondere nach eigenen Torerfolgen mehrfach nicht im Bilde, als die HSG in Sekundenschnelle jeweils wieder zum Ausgleich stellte. So konnten sich die TSVerinnen in einer durchaus guten Drangphase um die 45. Minute nicht weiter absetzen mit der Konsequenz, dass VeRuKa sieben Minuten vor dem Ende wieder mit 23:22 in Führung ging. Darauffolgend kurze Zeit später noch ein „Doppelschlag“ von Rechtsaußen zum 25:22 und die Moral der Blau-Weißen war gebrochen. Mit der neuerlichen Niederlage entfernen sich Mannschaften wie VeRuKa weiter aus dem Tabellenkeller, und gleichzeitig zieht sich für den TSV die Schlinge weiter zu. Hilft alles nichts, da muss man jetzt durch.
08.03.26
TSV Kaki mE vs. Tschft. St.Tönis 27:31 (18:16)
Am frühen Sonntagmorgen empfingen die Jungs die Tschft.St.Tönis.Hatte man im Hinspiel die ersten Minuten arg verschlafen und letztlich mit 4 Toren verloren, wollte man es diesmal besser machen.
Zu Beginn des Spiels war allen schnell klar, dass das eine knappe Kiste werden wird, da sich auf beiden Seiten nichts geschenkt wurde. Sehr körperlich ging es zu, mitunter tatsächlich hier und da von Seiten der Gäste auch schon etwas „drüber“. Die Blau/Weißen ließen sich aber nicht beeindrucken und machten „ihr Ding“: schöne Passkombinationen führten oftmals zu freien Würfen, die konsequent verwandelt wurden.
Nach ca. 10 Minuten brodelte es sichtlich in den Reihen der St.Töniser, da sie wohl mit dieser Gegenwehr nicht gerechnet hatten: Beschimpfungen und sogar Handgreiflichkeiten untereinander, innerhalb der Mannschaft auf dem Feld (!!!) bekamen Spieler, Trainer und sogar die aufmerksamen Zuschauer oben auf der Tribüne mit. Teilweise waren einige Spieler der St.Töniser so sauer, dass sie schreiend und weinend auf die Jungs aus Kaki losgegangen sind. Erst nach mehrmaligen Auffordern der TSV Trainer reagierte der Trainer von St.Tönis und nahm die Beteiligten Spieler herunter…immerhin konnte so noch Schlimmeres verhindert werden.
Die Blau/Weißen gingen also mit einem 2 -Tore -Vorsprung in die Pause. Es gab nicht viel zu meckern und die Jungs wurden von den Trainern darauf vorbereitet, dass die kommenden 20 Minuten sicherlich noch körperlicher werden, als sie es ohnehin schon waren.
Leider verschlief der TSV die ersten 5 Minuten in der 2.Halbzeit, sodass die Gäste schnell ausglichen und in Führung gingen. Abspielfehler, die in der ersten Halbzeit nicht zu sehen waren, Torwürfe aus schlechten Lagen und zu wenig Bereitschaft in der Abwehrarbeit verhinderten dann hinten raus das erwartet knappe Spiel.
Für den TSV trafen und spielten: Leo Moors (Tor), Jonah Schummers (Tor), Jonah Gerits (10), Damian Kraus, Jonas Mattke, Pepe Boahen, Benedikt Bonnacker, Jannis Gehlmann, Piet Holthausen, Tilo Thönissen (7), Colin Rook (2), Julian Büschkes (2), Andre Jürgens (6) und Alessio Scarlata. Daher ist die Niederlage im Endeffekt gerecht, wobei das Zustandekommen sicherlich damit zu tun hat, dass selbst die TSV-Jungs über so ein Verhalten der Gäste erschrocken waren/sind.
28.02.26
TSV Kaldenkirchen – Handball Oppum 27:25 (12:14)
Nach der Niederlage gegen St. Tönis wollten die Blau-Weißen endlich wieder etwas Zählbares in einem Spiel gegen ein Topteam mitnehmen. Durch den Sieg gegen die Oppumer Mannschaft greifen die Blau-Weißen indirekt in den Meisterschaftskampf ein und leisten dem TuS Lintorf Schützenhilfe.
Bereits das Hinspiel hatte gezeigt, dass beide Mannschaften qualitativ nur Kleinigkeiten trennen. Auch am vergangenen Samstag sollten diese Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entscheiden. Der TSV überraschte den Tabellenzweiten mit einer offensiven Abwehrformation, um die Kreise von Tim Legermann einzuschränken. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Beide Mannschaften agierten nicht fehlerfrei, aber den Zuschauern wurde attraktiver Handball geboten. Insbesondere das Spiel über den Kreisläufer Maik Engels funktionierte beim TSV über 60 Minuten. Die mangelnden Chancenverwertung auf Seiten des Kakis führte letztlich zu einem knappen 12:14 Halbzeitrückstand. Aus Sicht der Gastgeber war eigentlich alles in Ordnung, denn es war zweifelsfrei noch Steigerungspotenzial da.
Die zweite Halbzeit lebte weiterhin von starken Abwehrreihen. Spätestens mit seiner spektakulären Doppelparade wurde dann Torhüterhüne Sven Mevissen zum Faktor. Das Momentum war nach knapp 40 Spielminuten klar auf Seiten der Gastgeber. Während Mevissen von Minute zu Minute dominanter hielt, hatte Coach Volker Hesse in Person von Aaron Rothkopf und Nils König noch zwei Asse im Ärmel. Beide saßen zunächst auf der Bank, erzielten aber in der Schlussphase sehr wichtige Treffer für ihre Farben. Beim Stand von 27:23 knapp 3 Minuten vor dem Abpfiff sah der TSV bereits wie der sichere Sieger aus. Zwei Hinaussstellungen der vermeidbaren Kategorie machten das Spiel aber nochmal scharf. Doch im Gegensatz zur Niederlage in St. Tönis war das Spielglück auf Seiten der Grenzstädter.
Mit dem 9. Sieg der Saison unterstreicht der TSV einmal mehr, dass man mit den Topteams der Liga mithalten kann. Am kommenden Wochenende gastiert der TSV bei der abstiegsbedrohten HSG VeRuKa.
Es spielten und trafen:
Sven Mevissen, David Mattke (beide TW), Steffen Coenen (2), Niklas Schwartz (2), Till Luefkens (2), Nils König (1), Noah Lorenz (1), Ivan Schoolmesters, Aaron Rothkopf (3), Mauk Rutten (4), Oliver Brakelmann (1), Maik Engels (11), Frederik Rosati.
28.02.26
TSV Handball-Frauen, Oberliga
TSV Kaldenkirchen – HSV Überruhr20:26 (10:15)
Es hätte schlimmer kommen können.
Wo andere Mannschaften der Liga sich dem sportlichen Wettkampf ausweichen und erst gar nicht antreten, stellen sich die TSVerinnen auch in ihrer misslichen Lage den Herausforderungen. Aus TSV-Sicht schien eine deutliche Niederlage gegen den ungeschlagenen Tabellenführer erwartbar, nachdem man bereits im Hinspiel in Überruhr mit 37:11 untergegangen war. Jedoch entwickelte sich der Spielverlauf diesmal über weite Strecken anders als erwartet. Besonders im ersten Spielabschnitt waren der TSV über zwanzig Minuten in der Lage mitzuhalten (9:10). Dann waren es -wie leider schon so häufig– technische Fehler, die Überruhr in Vorteil brachten und für den 10:15 Pausenstand sorgten. Aber auch im zweiten Spielabschnitt vermochte es der Tabellenführer kaum, sichwesentlich zu behaupten. Obwohl in der Spielanlage sicherlich reifer als die Blau-Weißen, haperte es auch hier oftmals am Abschluss gegen die guten TSV-Keeperinnen Olivia Michalik und Melissa Tlotzek. So blieb das Spiel im zweiten Durchgang nahezu ausgeglichen. Für die Blau-Weißen wäre erneut ein besseres Endresultat möglich gewesen, wenn man denn die „Handball-Basics“ besser beherrschen würde. Aber irgendeinen Unterschied muss es ja geben zwischen Platz 1 und Platz 14. Insgesamt fällt die 20:26 Niederlage dennochmoderat aus, und die Kaki-Damen konnten erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Man erkennt zudem kleine Fortschritte im TSV-Angriffsspiel, woJanine Mora am Kreis eine gute Partie machte. Damit bleibt die berechtigte Hoffnung auf Punkte aus den noch verbleibenden Spielen.
22.02.26
TSV Kaki mE vs. TV Lobberich 35:19 (22:11)
Derby-Sieger!
Einen, von Beginn an, ungefährdeten Sieg fuhren die Jungs am vergangenen Sonntagmorgen gegen den TV Lobberich ein.
Hoch motiviert starteten die blau weißen und führten schnell mit 5:0. Die Abwehr stand gut und auch im Angriff fingen die Jungs immer mal wieder einen Ball ab, den man dann sicher im Tor verwandelte.
Mit einem 11-Tore-Vorsprung zur Halbzeit gab es nicht viel zu bemängeln von den Trainern, außer, dass die Jungs versuchen sollten alle Mitspieler im Spiel mit einzubeziehen. Dies gelang auch tatsächlich im zweiten Abschnitt,genauso wie bei den letzten Spielen. So konnten sich erneut von 10 Feldspieler 7 in die Torschützenliste eintragen und fast jeder kam zu einem Torabschluss.
Für den TSV spielten und trafen:
Jonah Gerits (9) Tilo Thönissen (6), Andre Jürgens (9), Jonas Mattke, Jonah Schummers (Tor), Leo Moors (Tor), Jannis Gehlmann (1), Laurin Schnitzler (5), Jonas Mattke, Pepe Boahen, Julian Büschkes (2) und Colin Rook (3).
22.02.26
TSV Handball-Frauen, Oberliga
Tschft. St. Tönis – TSV Kaldenkirchen 27:20 (15:9)
Das hätte schlimmer kommen können. Am Ende ist die 27:20 Niederlage beim Tabellenzweiten aus St.Tönis noch verträglich. Die TSVerinnen hattenzwar einige krankheitsbedingte Ausfälle zu verkraften, doch ohnehin waren die Verhältnisse deutlich. Und so galt es, sich möglichst teuer zu verkaufen. Das gelang dann über weite Strecken ganz ordentlich, wobei man sich auf Seiten des TSVzunächst etwas mehr Engagement und kämpferischen Einsatz gewünscht hätte. So wurden gerade in der ersten Hälfte viele Situationen in der Defensive nahezu abgeschenkt, was St. Tönis zu einfachen Torerfolgen verhalf. Der 15:9 Pausenstand ließ zu diesem Zeitpunkt nichts Gutes erahnen, und der Beginn des zweiten Spielabschnittes schien dies zu bestätigen. Um die 45. Minute führte der Gastgeber mit 23:12 und bei den Blau-Weißen schien der Widerstand vollends gebrochen. Im Schlussviertel hatten die Kaki-Damen dann -leider viel zu spät- deutlich mehr vom Spiel und gingen mit einem 8:4 (Erfolg) aus dieser Phase. Schön, dass man hier nochmal gegenhalten konnte und schließlich sogar noch Boden gutmachte. Ein weiterer schöner Effekt war auch, dass sich alle mitgereisten Feldspielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten.
Jetzt heißt es nochmal „Zähne zusammenbeißen“, wenn am kommenden Wochenende der verlustpunktfreie Tabellenführer aus Überruhr in der Hölle gastiert.
22.02.26
Was für ein Spiel unserer gemischten F-Jugend!
Im Heimspiel gegen TD Lank holen wir ein absolut verdientes Unentschieden gegen den Tabellendritten. Mit einer starken Teamleistung ging es mit einer 9:8-Führung in die Halbzeit.
In der zweiten Hälfte drohte das Spiel dann zu kippen. Fünf Minuten vor Schluss lagen wir noch mit drei Toren hinten. Der Gegner stellte sich zunehmend auf Jonas ein und verteidigte teilweise mit drei Spielern gegen ihn – trotzdem kämpfte das ganze Team weiter und Oskar hielt im Tor mehrfach stark. Kurz vor Abpfiff fehlte nur noch ein Treffer.
Also Auszeit. Kurz sammeln, und den letzten Spielzug klar ansagen.
Und genau das wurde nach dem Wiederanpfiff perfekt umgesetzt: Noah geht wie besprochen mit der Finte Richtung Jonas, zieht die komplette Abwehr auf diese Seite, und auf der anderen Seite ist Lukas komplett frei.
Wurf. Tor. Ausgleich! Eine echte taktische Meisterleistung, die uns noch den 16:16 Entstand sichert! Die letzten Sekunden wurden dann mit viel Einsatz und Teamgeist runtergespielt.
Richtig starker Auftritt unserer gemischten F-Jugend – alle haben alles reingehauen!
Für uns spielten und trafen:
Jolien Kleier, Lukas Thönißen (3), Noah Faber, Greta Franz, Leonard Findeisen, Stella Geraats, Jonas Alder (13), Maja Majewski, Leona Kleier, Leon Faber, Mareike Suruda, Malte Schlun, Noah Stetz und Oskar Scholz.
19.02.2026

Handball-OberligaSven Mevissen, Torhüter des TSV Kaldenkirchen ist mit einer Körpergröße von 2,17 Metern schon eine imposante Erscheinung. Allein seine hünenhafte Gestalt hat sicherlich schon dem einen oder anderen Gegenspieler Schweißperlen auf die Stirn geschrieben, bei dem Gedanken den Torhüter zu überwinden.
Der Traum des sympathischen Personalvermittlers war bereits als Jugendlicher eine Profikarriere. Um dieses Ziel zu erreichen, durchlief der 28-Jährige im Jugendbereich schon zahlreiche Vereine quer durch die Republik. Eigentlich war es klar, dass außer Handball keine andere Sportart für ihn infrage kommen würde, denn das hat in seiner Familie schon Tradition. Sein Opa und sein Vater waren beim TV Aldekerk aktiv. Im zarten Alter von vier Jahren schloss sich der damals in Süchteln wohnende Mevissen den Bambini des heimischen ASV an, wo auch sein ein Jahr älterer Bruder Björn aktiv war. Bis zur D-Jugend lernte Mevissen dort die ersten Handballschritte, allerdings nicht als Torhüter, sondern als Rückraumspieler. Schließlich war er in der fünften Klasse bereits 1,90 Meter groß. In der C-Jugend kam dann der Wechsel zum TV Aldekerk, wo bald ein Torwart gesucht wurde und Mevissen auf Anfrage des Trainers diese Position übernahm.
In Aldekerk spielte er bereits einmal mit seinen jetzigen Mannschaftskollegen Steffen Coenen und Frederik Rosati zusammen, doch weil beide älter waren, wechselten sie bereits nach einem Jahr in die A-Jugend. Es folgten die nächsten Wechsel im Jugendbereich. Zunächst schloss er sich ART Düsseldorf, danach dem Neusser HV an. Doch sein Ehrgeiz war noch nicht gestillt und so schrieb er eine E-Mail an Bennet Wiegert, der momentan das Bundesliga-Team des SC Magdeburg trainiert und damals als Jugendkoordinator aktiv war. Mevissen bat um ein Probetraining, welches er dann auch bekam. Es endete jedoch nicht wie gewünscht. Wiegert offenbarte ihm, dass sein Können und seine Fitness nicht für den Leistungssport ausreiche. Er bekam jedoch einen Trainingsplan an die Hand und sollte die Ernährung umzustellen, zudem versprach Wiegert ihm, in Kontakt zu bleiben.
Und tatsächlich: Als der SCM in der A-Jugend ein Torwartproblem hatte, erinnerte man sich an Mevissen. Er wurde nochmals eingeladen und überzeugte. Sofort nahm er die Chance wahr und zog von zu Hause nach Sachsen-Anhalt. In Magdeburg wurde er dann mit einem Vertrag ausgestattet und als geringfügig Beschäftigter bei einem Sponsor angestellt, schließlich musste ja auch seine Wohnung bezahlt werden. „Ich habe Bennet sehr viel zu verdanken, Magdeburg hat mich sehr weit nach vorne gebracht“, erinnert sich Mevissen. Eingesetzt wurde er in der A-Jugend, half in der zweiten Mannschaft in der 3. Liga aus und trainierte auch mit dem Bundesliga-Kader. „Ich habe versucht, so viel wie möglich zu lernen, und beim Sponsor durfte ich dann in den Job der Personalabteilung reinschnuppern“, berichtet er. Doch das Kapitel Magdeburg war nichts auf Dauer, wohl auch, weil der Sprung in den Kader der ersten Mannschaft nicht gelang.
Im Seniorenbereich ging Mevissens Tour durch Deutschland erst richtig los. Im Jahr 2016 wechselte er für ein Jahr nach Burgwedel in die 3. Liga, wonach ein kurzes Intermezzo beim ASV Süchteln folgte. Mevissen zog weiter zu den Rhein Vikings nach Düsseldorf in die zweite Mannschaft, wo er aber auch im Anschlusskader für die 2. Liga war. Ein Jahr später ging es dann erneut in die 3. Liga zum VT Zweibrücken-Saarpfalz, bevor Mevissen nach Stadtoldendorf in Niedersachsen ging, wo ihm eine Ausbildung als Bankkaufmann ermöglicht wurde und er beim Oberligisten TV Stadtoldendorf auflief.
Nach der weiteren Station HC Aschersleben zog es Mevissen dann zurück in die Heimat, mit dem Gedanken, erst einmal eine Pause vom Handball zu machen. Er fang das Boxen an. „Dann meldete sich Steffen Coenen bei mir, fragte, wo ich sei und wie es mir gehe“, berichtet Mevissen. „Als dann klar war, ich wohne wieder in der Nähe, fragte er mich, ob ich nicht nach Kaldenkirchen kommen wolle, wo man einen Torwart gut gebrauchen könne“, fährt er fort.
Es fand ein Treffen mit dem Kaldenkirchener Trainer Volker Hesse statt. Schnell wurde sich die Parteien einig und nach einer kurzen Vorbereitung startete schon die Saison. Mittlerweile hat sich Mevissen zum Schrecken für viele Angreifer gemausert. „Ohne Frage: Sven ist schon eine echte Erscheinung. Er macht unser Team stärker und einfach einen guten Job. Sven hat nur sehr wenig Schwankungen in seinen Leistungen und hat uns auch schon den einen oder anderen Punkt geholt“, lobt Trainer Hesse.
So ähnlich sieht er sich auch selber: „Die Konstanz ist meine größte Stärke, außerdem habe ich einen unbändigen Siegeswillen und hasse es zu verlieren“, so Mevissen. „Ohne überheblich zu klingen, besteht in dieser Liga nicht das Wurfniveau, was ich kenne und da ist es einfacher, die Spieler zu lesen, zumal ich mich auch intensiv mit Wurfbildern beschäftige. In der Truppe macht es momentan unheimlich Spaß und ich würde gerne im oberen Tabellendrittel bleiben“, verrät er. Wie es nach der Saison weiter gehe, wisse er noch nicht. Aber: „Stand heute würde ich wahrscheinlich sogar weiter machen“, sagt der Routinier.
In seiner Freizeit ist Sven Mevissen gerne mit seiner Dobermann-Hündin unterwegs. Mit seinem Teamkollegen Oliver Brakelmann spielt er gerne auch mal eine Runde Golf. Und im Urlaub? „Ich fahre sehr gerne nach Polen, denn meine Mutter kommt aus der Nähe von Danzig. Dort kann ich dann zwei oder drei Wochen abschalten.“