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 08.04.17

TSV mit Start-Ziel-Sieg gegen LTV-Reserve

Der TSV Kaldenkirchen kam am Samstagabend vor gut gefüllten Rängen zu einem 34:22 (16:9)-Erfolg gegen den LTV Wuppertal II. Durch den 17. Saisonsieg sichert der TSV Platz 2. Steffen Coenen und Frederik Rosati waren mit je sieben Treffern erfolgreichste Torschützen im Weiß-Blauen Dress.
 Das Trainergespann hatte die Spieler akribisch auf den Gegner vorbereitet, gleich drei Mal beorderten Felix Linden und Philip Clodt die Mannschaft zum Video-Studium. Man merkte, die bittere 33:32-Hinspielniederlage war noch in den Köpfen aller Beteiligten. Und immerhin hatte der LTV dem Spitzenreiter aus Aldekerk in der Vorwoche nach einer über weite Strecken überzeugenden Leistung fast zwei Punkte abgeknüpft. Die Vorgabe war vor allem, die Kreise von Christian Plaue, Marcel Oberbossel und Fabian Pauksch einzuengen, ohne die anderen Akteure aus dem Auge zu lassen. Linden und Clodt warnten ausdrücklich vor einer starken zweiten Welle und einem wurfgewaltigen Rückraum und forderten zudem einen konzentrierten und platzierten Torabschluss. Pauksch war es, der in der ersten Spielminute den Torreigen eröffnete und das 1:0 für die Gäste erzielte. Doch mit einer guten 5:1-Deckung übernahm Weiß-Blau sofort das Kommando und drehte die Partie. Zweimal Frederik Rosati sowie Milan Langheinrich, Lars Görder und Steffen Coenen sorgten bis zur 9. Minute für die schnelle 5:1-Führung der Gastgeber.
Zwar konnte der Gast aus Wuppertal, der zunächst vor allem in Überzahlsituationen zum Torerfolg kam, bis auf 7:5 verkürzen, doch der TSV gab die passende Antwort und hatte beim 10:6 den 4-Tore-Vorsprung wieder hergestellt. Das Mittel zum Zweck fanden die Kakis in einer absolut überzeugenden Deckungsarbeit, die die Angreifer des LTV nur selten zu überwinden wussten. Aus den gewonnenen Bällen nutzten die flinken Außen die Möglichkeit des Gegenstoßes konsequent, brachten aber nicht alle Chancen im gegnerischen Tor unter, weil Martin Mühlenbrock, der Keeper des LTV, wie schon im Hinspiel etliche Würfe entschärfte. Wuppertal blieb bis zum 12:9 in Schlagdistanz, ehe der TSV noch einmal aufdrehte und bis zur Pause noch vier Treffer zum 16:9-Halbzetstand erzielte.
Unmittelbar zu Beginn des zweiten Durchganges konnten sich die Gastgeber schnell bis auf 21:12 absetzen und auch im weiteren Spielverlauf zeigte der TSV eine geschlossene Mannschaftsleistung und zog bis auf 28:16 (55. Minute) davon. Erst in den letzten Minuten wurden die Weiß-Blauen nachlässig und ließen den LTV gewähren, der in dieser Phase seine Angriffe erwartungsgemäß in einer erweiterten zweiten Welle vornehmlich über die rechte Angriffsseite abschloss. Allein der Rückraumrechte Marcel Oberbossel erzielte fünf seiner insgesamt acht Treffer in den letzten vier Minuten – eindeutig zu viele. Da war die Partie aber längst entschieden. Am Ende kam man zu einem hochverdienten 34:22-Erfolg über den LTV Wuppertal II.
 
Es spielten:
C. Hesse, Nordmann / Coenen (7), Rosati (7), Görder (5), Tötsches (4), Leyendeckers (3), Heyer (2), Hartstock (2), Linden (2), Langheinrich (2)
 
Spielfilm:
1. HZ: 0:1, 6:2, 8:6, 12:7, 16:9
2. HZ: 16:10, 21:12, 28:16, 32:20, 34:22


 01.04.17

Der TSV hängt an Aldekerks Fersen!

Kaldenkirchen siegt im Verfolgerduell gegen Königshof mit 30:26 und bleibt damit dem Ligaprimus aus Aldekerk auf den Fersen.

Noch eine Woche zuvor hatte die Mannschaft aus Königshof den Ersten aus Aldekerk in heimischer Halle schlagen können, folglich waren die TSV’ler gewarnt. Einige Höllenbewohner hatten sich persönlich angesehen, wie die  Königshofer in der Vorwoche überzeugten. Folglich wurden unter der Woche mehrere Konzepte entwickelt, die am Wochenende Früchte tragen sollten, zumal Abwehrchef Milan Langheinrich (neben den Langzeitverletzten) berufsbedingt fehlen sollte.

Trainer Felix Linden lies seine Mannen mit einer unkonventionellen Formation beginnen, die aber augenscheinlich funktionierte. Aus einer 5:1 Deckung agierend kamen die Höllenbewohner (meist durch von Carsten Hesse gehaltene Bälle) in Ballbesitz. Im Folgenden wurde dieser Ballbesitz dann in Zählbares umgewandelt, weil es den Kakis gelang sowohl die erste als auch die zweite Welle im Tor der Königshofer unterzubringen. Gerade in der Anfangsphase war es  Christian Leyendeckers, der treffsicher zu überzeugen wusste. Ebenfalls machte auch Tom Teerhag seine Sache beachtenswert. Die Aushilfe aus der Reserve trat selbstbewusst auf und erzielte drei Tore bei drei Versuchen.

Von den temporeich aufspielenden TSV’lern schienen die Hausherren aus Königshof etwas überrascht. Es dauerte ca. 15 Minuten, bis auch sie in die Partie fanden, ihr Spiel aufziehen konnten und zunehmend die Überhand gewannen. Letztlich gingen die Gastgeber dann mit einem Tor Vorsprung in die Pause, nachdem sie den anfänglichen Vorsprung der Kakis wieder aufgeholt hatten.

In Hälfte zwei zeigte sich der TSV dann in  gewohnter Formation und die Zeit für Experimente schien vorbei. Das Wort überzeugend trifft die Leistung dieser Halbzeit wohl am besten. In einem streckenweise hochklassigen Spiel auf Augenhöhe fand der TSV in die Spur. Hinter der nun sicheren 6:0-Deckung lief der zwischenzeitlich eingewechselte Florian Nordmann zur Höchstform auf. Zunehmend gelang es ihm, immer wieder auch beste Chancen der Angreifer zu vereiteln und gegen Ende das Tor gefühlt zu vernageln.

Ebenfalls ist an dieser Stelle die Leistung des Kapitains zu würdigen. Sowohl in der Abwehr als auch im Angriff war Lars Görder immer dann zur Stelle, wenn es der Spielverlauf aus Sicht des TSV verlangte. In „Leadermanier“ führte er seine Mannschaft letztlich auf die Gewinnerstraße, denn es gelang dem TSV nicht zuletzt auch durch seine Tore den letztlichen vier Tore Vorsprung herauszuwerfen.

Nun könnte der geneigte Leser das abschließende Fazit erwarten, doch würde dann etwas Elementares des gestrigen Abends fehlen. Das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss, und das war am gestrigen Abend unstrittig die Leistung von Steffen Coenen. Der Mittelmann des TSV verzauberte am gestrigen Abend durch diverse Handballleckerbissen. Sowohl Zauberanspiele als auch Traumabschlüsse – dem jungen Mittelmann des TSV schien an diesem Abend fast alles zu gelingen.

Abschließend siegte der TSV verdient bei der starken Zweitvetretung der Adler aus Königshof.  Ein Sieg, der wichtig war, um dem Primus auf den Fersen zu bleiben. In Kaki denkt man jedoch von Spiel zu Spiel und da steht nun das nächste Heimspiel  gegen Wuppertal an. Wuppertal – da war doch was! Kommt vorbei und unterstützt uns bei der Revanche für das Hinspiel.

Es spielten und trafen: C.Hesse / Nordmann / Rosati 2 / Coenen 10 (2) / Teerhag 3 / Tötsches 2 /  Leyendeckers 5 / Hartstock 1 / Görder 5 / Saulenas / Heyer 2 / Heinrichs


25.03.17

TSV dominiert das Derby

 Der TSV Kaldenkirchen mischt weiter oben mit. Der Aufsteiger SG Dülken wurde im Derby deklassiert, die Weiß-Blauen gewannen am Ende hochverdient mit 40:20 (18:9). Der elfte Heimsieg in Folge war zugleich auch der höchste Erfolg in der Spielzeit 2016/2017. Mit nunmehr 32:10 Punkten rangiert der TSV weiterhin auf Platz 2. Und weil der Spitzenreiter aus Aldekerk bei der Adler-Reserve aus Königshof Federn ließ, beträgt der Rückstand zum Tabellenführer nur noch einen Punkt.

Die Freude war nicht überschwänglich, als die beiden Unparteiischen das Derby um 20:24 Uhr abpfiffen. Vielleicht lag es daran, dass über weite Strecken die Spannung fehlte – ein Element, von dem Derbys eigentlich leben. Einseitiger als dieses Aufeinandertreffen der Lokalrivalen kann ein Spiel kaum verlaufen. Dem TSV reichte eine durchschnittliche Leistung gegen harmlose Dülkener, die allerdings auch stark ersatzgeschwächt die Reise nach Kaldenkirchen antreten mussten.
Von Beginn an merkte man den KaKis an, dass sie diese Partie unbedingt gewinnen wollten. Wer fünf Minuten zu spät kam, der hatte bereits wichtige Schlüsselszenen der Partie verpasst. Als Rechtsaußen Christian Leyendeckers, der ausnahmsweise im rechten Rückraum spielte, zum 5:1 traf, waren gerade einmal vier Minuten und acht Sekunden von der Uhr gelaufen. Schon in dieser Phase offenbarte sich, dass die SG Dülken das hohe Tempo nicht mitgehen konnte. Zudem tat sich die Spielgemeinschaft gegen die Abwehrreihe des TSV schwer, Tore gelangen fast ausschließlich von den Außenpositionen. Bis zum 10:6 hielt der Gast noch mit, doch danach war Schluss mit der Herrlichkeit. Maik Tötsches und Christian Leyendeckers sorgten bis zur 20. Spielminute mit ihren Doppelschlägen für eine 4:0-Serie. Und auch in der Folge setzten die Mannen von Felix Linden und Phillip Clodt ihre Forderungen um: Aus einer starken Deckung wollte man viele Treffer im Tempogegenstoß und aus der zweiten Welle heraus erzielen. Eine Neun-Tore Führung nahm der TSV mit in die Halbzeitpause, die Zuschauer in der Hölle West dürften hochzufrieden gewesen sein. Einziger Wermutstropfen aus Sicht des TSV war ein dämliches Foul von Milan Langheinrich mit dem Pausenpfiff, welches zu einer berechtigten roten Karte führte.

Der Torhunger des TSV war auch im zweiten Durchgang nicht gestillt: Maik Tötsches erhöhte nach der Pause gleich auf 19:9 und neun Minuten später sorgte Lars Görder für die 24:11-Führung der Gastgeber. Die Gäste aus Dülken hatten sich zu diesem Zeitpunkt schon aufgegeben, denn echte Gegenwehr verspürten die TSV-Angreifer nicht. In der Schlussviertelstunde ließen die Weiß-Blauen dann vor allem in der Deckung ein wenig nach, sodass die Gäste noch zu einigen Toren kamen, die man der Kategorie „vermeidbar“ zuordnen könnte. Vorne traf der TSV aber weiterhin aus allen Lagen. Bemerkenswert war sicherlich, dass der Gastgeber das Tempo sprichwörtlich bis zur letzten Sekunde hoch hielt: In den letzten 200 Sekunden schaffte der TSV beim Stand von 35:20  noch fünf Treffer in Serie. Steve Coenen war der viel umjubelte 40. Treffer vorbehalten, der gleichzeitig den Schlusspunkt zum hochverdienten 40:20-Sieg bedeutete.

Am kommenden Samstag gastiert der TSV beim Tabellenvierten aus Königshof – bei jener Mannschaft, die dem Spitzenreiter in einer starken Vorstellung beide Zähler abknüpfte. Wir werden sehen, was für die Linden-Truppe dort zu holen ist.
 
Es spielten:
Hesse, Nordmann; Heyer (3), Coenen (5), Hartstock (1), Görder (7), Leyendeckers (6), Tötsches (13/1), Langheinrich (4), Rosati (1), Heinrichs


18.03.17

Der TSV rührt im Verfolgerduell beim TV Geistenbeck in einem gefühlten Heimspiel Beton an und siegt!

Der TSV Kaldenkirchen hat den Anschluss an den Tabellenführer aus Aldekerk gehalten. Durch einen ungefährdeten 32:26 (14:11)-Erfolg beim Dritten TV Geistenbeck konnte man sich zudem für die zuletzt schwachen Vorstellungen gegen die Turnerschaften aus Lürrip und Grefrath revanchieren und betrieb Wiedergutmachung. Damit bleibt der TSV, der – euphorisiert von der unbeschreiblichen Unterstützung der im Bus angereisten Fans – phasenweise wie aus einem Guss spielte, nun weiterhin Zweiter mit drei Punkten Abstand auf den Primus.
 
Mit dem Anpfiff präsentierten sich die Weiß-Blauen wach und motiviert. Die auf den TVG-Spielmacher Nico Reinartz (2/1) ausgerichtete 5:1-Deckung stand sicher und errichtete im Zusammenspiel mit dem Torhüter ein echtes Bollwerk, das der TVG in der Anfangsphase nur in Überzahl zu überwinden wusste. Auch im Angriff spielte man clever und geduldig und konnte sich schnell eine erste Drei-Tore-Führung (3:6) erzielen. Der Gastgeber reagierte im weiteren Spielverlauf mit verschiedenen Deckungsvarianten (4:2, 5:1), an die sich der TSV zunächst gewöhnen musste. Der Gastgeber konnte in diesen Phasen den Rückstand immer mal wieder verkürzen, der TSV behielt aber zu jeder Zeit kühlen Kopf und ging mit einer 14:11-Führung in die Pause.
 
Das Trainergespann dürfte Gefallen daran gefunden haben, dass ihre Vorgaben dieses Mal auch umgesetzt worden sind. Im Videostudium vor dem Abschlusstraining wiesen Felix Linden und Phillip Clodt darauf hin, dass sich der TVG in der Deckung vor allem dann schwer tut, wenn die Angreifer mindestens einen Spieler binden und den Ball dann laufen lassen. Davon profitierte heute vor allem Trainingsweltmeister Thomas Heyer, der in Geistenbeck endlich wieder seine Angriffsqualitäten zeigte und insgesamt acht Treffer zum TSV-Erfolg beisteuerte. So dominierten die Weiß-Blauen auch im zweiten Durchgang das Spiel nach Belieben und setzten sich weiter ab. In der 54. Minute führten die KaKis schon mit 29:21, ehe TVG-Coach Laßeur dann alles auf eine Karte setzte und eine offene Manndeckung anordnete. So entwickelte sich in der Schlussphase ein munteres „run and gun“. Beide Mannschaften kamen in der Schlussphase zu Torerfolgen in der ersten und zweiten Welle. Der Sieg geriet jedoch zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr.
 
Nun stellt sich abschließend noch die Frage nach der Verteilung von Sonderlob. Und dafür könnte man einige Spieler nominieren. Den gesamten Rückraum zum Beispiel, der überhaupt erst den Platz für Thomas Heyer am Kreis freischaufelte. Oder Freddie Rosati, der über 60 Minuten lang das Tempo auf der linken Außenbahn hoch hielt. Oder Christian Leyendeckers, der sich inzwischen so sehr mit den Farben seiner neuen Mannschaft identifiziert, dass er sie anspielt – auch wenn der Gegner diese Farben trägt. Oder, oder, oder…
Aber dieses Mal geht das Sonderlob ausnahmsweise nicht an einen Spieler, sondern an den „achten Mann“. Ihr habt das Auswärtsspiel zu einem Heimspiel verwandelt und einen nicht zu unterschätzenden Beitrag daran, dass wir nach zwei durchwachsenen Spielen den Kopf frei hatten und unbefangen aufspielen konnten. Dafür vielen Dank – es war ein geiler Abend!
 
Es spielten:
Hesse (1), Nordmann; Heyer (8), Coenen (5), Hartstock (1), Görder (4), Leyendeckers (2), Tötsches (6), Heinrichs (1/1), Saulenas, Rosati (2), Langheinrich (2)
 
Spielfilm:
1. HZ: 0:2, 2:3, 3:6, 6:11, 10:11, 11:14
2. HZ: 14:16, 17:20, 19:22, 20:24, 21:29, 25:30, 26:32


11.03.17

Carsten Hesse hält 20 Sekunden vor dem Ende den entscheidenden 7-Meter gegen seinen alten Verein und rettet den Höllenbewohnern damit den hauchdünnen Sieg.

Trotzdem schien sich der gestrige 36:35-Sieg für viele Zuschauer und die Mannschaft des TSV nicht wie einer anzufühlen.

Wie es hierzu kommen konnte ist prinzipiell schnell erklärt: Die Mannschaft des TSV knüpfte nahtlos an die „Leistung“ der Vorwoche an und blieb weit unter ihren Möglichkeiten. Dies zeigte sich primär in der Deckungsarbeit. Trainer Felix Linden hatte seine Mannen auf die Stärken des Gegners eingeschworen. Es galt die Kreise von Robert Bosnjak, dem erfahrenen Halbrechten der Lürriper zu stören und gleichzeitig den Halblinken Stephan Brotzki in Schach zu halten. Faktisch gelang das dem TSV aber nicht. Die Kaldenkirchener Deckung agierte viel zu passiv und bot jedem der ordentlich aufspielenden Lürriper Akteure die Möglichkeit, sich in die Torschützenliste einzutragen. 35 erzielte Tore der Lürriper sprechen eine deutliche Sprache, ohne das die Kaki-Torhüter hätten viel daran ändern können. Sie hielten ihre Mannschaft mit der ein oder anderen Parade gar noch im Spiel. Die meiste Zeit lief der TSV einem Rückstand hinterher, der acht Minuten vor dem Ende beim Stand von 30:33 gar drei Tore betrug.

Sicherlich kam dieser auch zu Stande, weil der TSV mal wieder eine eklatante Chancenverwertung zeigte und beste Torchancen ausließ. Erneut wurden mehrere „100-Prozentige“ liegen gelassen, so dass es in der Summe eben nicht zu mehr reichte. Dass der TSV die Partie letztlich doch drehen konnte, lag zu einem ganz wesentlichen Teil an Maik Tötsches. Der Rückraumspieler des TSV zeigte sich in Torlaune und erzielte 15 (!) eigene Treffer, fünf Mal traf er 7m-Punkt, zehn Mal aus dem Feld.

Am Ende war es dann wohl die Kampfbereitschaft der letzten acht Minuten und auch ein bisschen Glück, das den TSV auf die Gewinnerseite brachte. Es gelang den Hausherren in der Schlussphase einen Deckungsverband zu stellen, der auch wie einer agierte. Die dadurch gewonnenen Bälle wurden dann vorne endlich in Zählbares verwandelt und so kam es zu dem anfangs skizzierten Ende.

Der TSV muss sich in der nächsten Woche deutlich steigern: Schon in der kommenden Woche wartet nämlich ein ganz unangenehmer Gegner auf den TSV, der beim Tabellennachbarn aus Geistenbeck antreten muss. Schon jetzt steht definitiv fest, dass der TSV, der weiter personellen Aderlass verzeichnen muss, weil sich nun auch noch Felix Opendrenk im Abschlusstraining am Knie verletzte und in den nächsten Wochen fehlen wird, mit den zuletzt gezeigten Leistung nicht den Hauch einer Chance auf einen Punktgewinn haben wird.

Es spielten und trafen:
Nordmann / C. Hesse / Tötsches 15 / Görder 7 / Leyendeckers 3 /  Coenen  3 / Wieland / Heyer 1 / Langheinrich 2 / Hartstock / Biermann / Rosati 5

Spielfilm:
1 HZ: 0:1 / 3:3 / 6:9 / 9:9 / 12:15 / 17:18
2 HZ: 19:19 / 23:26 / 28: 29 / 30:33 / 33:33 / 36:35


04.03.17

TSV zeigt in Grefrath wieder das Gesicht, das keiner sehen will

 Man wusste es eigentlich besser. Man wusste, dass mit der TS Grefrath ein heimstarker Gastgeber auf den TSV wartet, der seine Chancen nutzt, wenn sie sich ihm bieten. Man wusste aber auch, dass der TSV über die nötigen Mittel – auch in dieser angespannten Personalsituation – verfügt, um den Gegner in Schach zu halten, wenn man sich auf die eigenen Qualitäten beruft. Ersteres traf ein, zweiteres nicht.

Grefrath war von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft. In allen Teilen war sie dem TSV, der sich aber sichtlich auch einfach nicht bemühte, überlegen. Die Weiß-Blauen blieben hinten viel zu passiv und ließen die Gastgeber schalten und walten. Der machte seine Sache gut erspielte sich innerhalb kürzester Zeit eine erste höhere Führung. Zu keinem Zeitpunkt waren die Gäste auf der Höhe und schauten den Aktionen der Grefrather passiv hinterher. 19 (!) Gegentreffer allein im ersten Durchgang sprechen eine deutliche Sprache und bescheinigen dem TSV eine desolate, nein: katastrophale Leistung.

Im zweiten Durchgang schaffte der TSV es dann irgendwie, den Anschluss herzustellen, ohne dabei spielerisch zu glänzen. Durch eine Umstellung der Abwehrformation hatten nun auch die Gastgeber mehr Mühe, um zum Torerfolg zu kommen. So entwickelte sich ein zähes Spiel, in dem die Turnerschaft trotzdem weitestgehend spielbestimmend blieb. Erst in der Schlussphase roch der TSV Lunte. Es gelang ihm tatsächlich, sich Tor um Tor heranzukämpfen. Als der Rückstand nur noch drei Tore betrug, ordnete das Trainergespann bei fünf noch zu spielenden Minuten gemäß dem Motto „Alles oder Nichts“ eine offene Manndeckung an. Und diese Maßnahme zeigte Wirkung. In der 59. Spielminute gelang erstmals der Ausgleich, Grefrath traf jedoch im Gegenzug zum 32:31.

Dann wurde wurde wurde es hektisch: Steve Coenen erzielte gut 40 Sekunden vor Schluss den wichtigen Treffer zum 32:32, Grefrath vergab im Gegenangriff bei 15 noch zu spielenden Sekunden frei vor dem Tor. Keeper Florian Nordmann spielte den Ball zu Maik Tötsches, der von einem Grefrather Spieler weit in der eigenen Hälfte von hinten umgerissen worden ist. Die Unparteiischen entschieden (8 Sekunden vor dem Ende) auf Freiwurf, den konnte der TSV jedoch nicht ausführen, weil er nicht in Ballbesitz kam. Die TS Grefrath hatte in der Hektik den Ball angenommen und in den eigenen Reihen weitergespielt, um selbst noch einen letzten Versuch zu unternehmen, den Siegtreffer zu erzielen (es sei an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich erwähnt, dass hier kein Vorsatz bzw. keine Absicht o. Ä. unterstellt wird). Die Diskussionen, die in dieser Szene mit allen Beteiligten entfachten, können bzw. wollen wir hier nicht wiedergeben. Das Spiel endete mit einem direkt auszuführenden Freiwurf aus gut 30m Torentfernung, der nicht mehr den Weg ins gegnerische Gehäuse fand. Wegen der Ereignisse der letzten Sekunden erwägen die Offiziellen nun, Einspruch einuzlegen. Blendet man die Geschehnisse der letzten Sekunden jedoch aus, dann muss man sagen, dass der TSV einen Punkt glücklich gewonnen hat.

Es spielten und trafen:

Nordmann / Hesse / Langheinrich 2 / Görder  3 / Tötsches 11 / Saulenas / V. Teerhaag / Hartstock / Heyer / Leyendeckers  5 / Coenen 4 / Optendrenk / Rosati 7


18.02.17

Erneut starker Auftritt des TSV

Die Marschroute vor dem gestrigen Spiel gegen die Zweitvertretung des TV Korschenbroich war bereits vor dem Spiel klar. Die Höllenbewohner hatten in der Hinrunde bei den Korschenbroichern eine empfindliche Niederlage einstecken müssen. Dafür wollte sich der TSV revanchieren, der Plan hieß schlicht und einfach „Wiedergutmachung“.  Dass der TSV am gestrigen Abend keinen Zweifel daran aufkommen lassen wollte, merkten die angereisten Zuschauer bereits in der Anfangsphase.

Der TSV stellte die eindeutig präsentere Mannschaft und ging bereits nach wenigen Sekunden durch Milan Langheinrich in Führung. Als dann Torwart Carsten Hesse zum 3:0 (zwischenzeitlich hatte auch noch Steffen Coenen getroffen) erhöhte, hatte auch der letzte Zuschauer in der Halle gemerkt, dass die Weiß-Blauen heute die tatsächlichen Kräfteverhältnisse aufzeigen wollen.  Doch der TSV-Angriffsmotor geriet in der Folge ein wenig ins Stottern, sodass die ersten 20 Minuten noch einigermaßen ausgeglichen blieben. Zwar hatte man nie das Gefühl, dass die Weiß-Blauen ernsthaft in Schwierigkeiten geraten könnten, trotzdem hielt der TVK zunächst noch mit (4:3, 6:5, 10:9), weil dem TSV der Zugriff auf Till Huckemanns (RR) und Antoine Baup (KL), die beiden auffälligsten Akteure im TVK-Dress, (noch) nicht gelang. Dann legte der TSV in der 22. Minute den Schalter um und zog zum 16:9-Halbzeitstand vorentscheidend davon.

Die nun kompakt und massiv auftretende Deckung der Kakis war für die Gäste fast unüberwindbar. Und kam dann doch mal ein Ball auf das Tor der Hausherren, zeigten beide Torhüter (Hesse und Nordmann), dass auch sie auf Wiedergutmachung aus waren.  Lücken in der Korchenbroicher Deckung fand der TSV auch im zweiten Durchgang genügend: Egal welche taktischen Finessen TVK-Coach Rony Rogawska in der Defensive anordnete (einfache Manndeckung, doppelte Manndeckung, 5:1-Deckung, 6:0-Deckung), die Höllenbewohner fanden immer eine Lösung – nicht zuletzt weil Steffen Coenen ein starkes Spiel machte. Der junge Mittelmann zog selbstbewusst die Strippen im Rückraum und setzte seine Mitspieler gekonnt in Szene. Waren diese einmal nicht anspielbereit, setzte er sich selbst durch und trug insgesamt sieben Treffer zum Erfolg bei.  Am Ende gewann der TSV verdient mit 13 Toren Vorsprung. Dieser Sieg geht auch in der Höhe vollkommen in Ordnung und spiegelt die tatsächlichen Kräfteverhältnisse des gestrigen Abends wider. Zudem war es auch für alle Kaki-Anhänger schön zu sehen, dass die Erste auch in zwei aufeinander folgenden Spielen überzeugenden kann. Es wäre schön, wenn die Erste diese Leistung nun konservieren und in den nächsten Spielen abrufen kann.

Es spielten und trafen: Hesse 1,  Nordmann / Langheinrich 1, Heyer 4, Rosati 2, Görder 1, Tötsches 6, Coenen 7, Leyendeckers 3, Hartstock 3, Heinrichs 2, Optendrenk 2

Spielfilm: 1. HZ: 1:0 / 3:0 / 8:5 / 11:9 / 13:9 / 16:9 2. HZ

18:11 / 22:15 / 25:16 / 28:17 / 33:19


11.02.17

TSV mit souveränem Sieg in Oberhausen

Der TSV Kaldenkirchen hat den Anschluss an die Tabellenführung geschafft. Durch einen ungefährdeten 31:21 (18:10)-Erfolg bei der HSG RWO TV gehört der TSV nun punktgleich mit dem TuS TD Lank und dem TV Geistenbeck zur Verfolgergruppe der an der Tabellenspitze stehenden Zweitvertretung des TV Aldekerk.

Dabei standen die Vorzeichen für das Trainergespann alles andere als optimal. Lars Görder hatte wegen eines grippalen Infekts in der Woche nur einmal trainieren können, Christoph Mönicks, Noel Marx und Volker Hesse fehlten ohnehin. Deshalb nahm der TSV Kai Ebus aus der Zweiten mit, der aber nicht zum Einsatz kam, weil die verbliebenen Spieler die Aufgabe unter Strich ordentlich lösten.
Vor dem Spiel gab Linden die Marschroute vor, die zum Sieg führen sollte. Der klare Auftrag an seine Mannschaft lautete: Maximal 26 Gegentore kassieren, mehr Tempogegenstoßtore erzielen, mehr Bälle halten als der Gegner und unterm Strich beide Punkte mitnehmen, um die bestmögliche Platzierung in der Tabelle – das Ziel für die Saison – nicht aus dem Blick zu verlieren.
Rund elf Minuten benötigte der TSV, um Fahrt aufzunehmen. 7:7 hieß es zu diesem Zeitpunkt. Vor allem der quirlige Patrick Kerger bereitete der Abwehr erhebliche Probleme. Drei Mal traf er in den ersten sieben Minuten selbst, ein weiteres Mal legte er auf den Kreis ab. Dann folgte ein furioser Lauf, in dem dem Gastgeber aus Oberhausen zwölf (!) Minuten kein einziger Treffer gelang: Die Deckung stand sicher, die Absprache zwischen Keeper und Innenblock stimmte. Auch im Angriff spielte man clever, geduldig und variabel. 15:7 hieß es nach 24 gespielten Minuten. Über 15:8 (27.) und setzte man sich vor der Pause bis auf 18:9 ab, ehe der HSG mit dem Halbzeitpfiff der letzte Treffer im ersten Durchgang zum 18:10 gelang.
Im zweiten Durchgang verlor der TSV dann ein wenig die Konzentration, vielleicht auch, weil das Angriffsspiel der Oberhausener nicht gerade von Schnelligkeit geprägt war. Er baute seinen Vorsprung nach Wiederanpfiff zunächst noch aus (21:11, 37.), wurde dann aber in kurzen Phasen immer wieder nachlässig (24:16, 46.). Die Mannschaft von Felix Linden spielte dann im Angriff nicht mehr geduldig, schloss zu früh ab und ließ die Gastgeber gewähren. Der TSV fing sich aber immer wieder, in der 53. Minute war der zehn-Tore-Vorsprung durch einen Treffer von Milan Langheinrich wieder hergestellt (28:18). Bis zum Abpfiff passierte nicht mehr viel – am Ende siegte der TSV klar mit 31:21.
Linden bescheinigte seiner Mannschaft nach Spielende, ihre Sache trotz der vielen Experimente und Umstellungen im zweiten Durchgang unterm Strich gut gemacht zu haben. Maik Tötsches konnte in Oberhausen erneut seine Angriffsqualitäten zeigen, erzielte sieben Treffer selbst und zog durch seine Torgefahr immer wieder Deckungsspieler auf sich, die Lücken für seine Mitspieler schafften. Aber auch Frederik Rosati zeigte eine starke Leistung – er verwandelte sowohl seine Tempogegenstöße als auch die Chancen aus dem Spiel heraus effektiv.
 
Es spielten: C. Hesse, Nordmann / Toetsches (7), Rosati (5), Coenen (4), Görder (4), Optentank (4), Langheinrich (3), Leyendeckers (2), Heinrichs (1), Hartstock (1), Heyer
 


04.02.17 

WAS WAR DAS?

Der Erste vom TSV Kaldenkirchen bleibt in der Hölle auch im achten Heimspiel ungeschlagen und besiegt am gestrigen Abend in einem echten Krimi die Spielgemeinschaft aus Vennikel /Rumeln/Kaldenhausen mit 28:27. Für die Zuschauer, die am gestrigen Abend die Hölle aufgesucht hatten, hatte sich der Eintritt gelohnt. Denn das Spiel war an Dramatik kaum zu überbieten.

Mit Anpfiff der Unparteiischen traten die Weiß-Blauen, die neben den Dauerausfällen Noel Marx und Volker Hesse auch auf Frederik Rosati (Knieverletzung) und Aaron Jennes (Wechsel zum TV Korschenbroich) verzichten mussten, zwar ersatzgeschwächt, aber mit viel Selbstvertrauen auf. Vergessen schien die teils desolate Vorstellung der Vorwoche in Lank. Sprichtwörtlich wie die Feuerwehr legten die Höllenbewohner los – es wirkte beeindruckend, mit welcher Präsenz die Spieler des TSV das Spielgeschehen in den Anfangsminuten bestimmten. Aus einer gut stehenden Defensive erkämpfte sich der TSV Bälle, die vorne in Zählbares umgemünzt wurden. Über 5:4 (9. Minute) zogen die Hausherren in den nächsten acht Minuten auf 11:6 davon. Allen voran war es Maik Tötsches, der für die Rumelner Defensive nicht zu packen war. Vorzuwerfen ist dem TSV allerdings erneut die mangelhafte Chancenverwertung, denn weitere fünf (!) „100-prozentige“ ließen die Gastgeber allein in dieser Phase ungenutzt. So hielt sich die HSG, der im Angriff bis dahin nicht viel eingefallen war, irgendwie im Spiel und brachte ein schmeichelhaftes 11:15 in die Halbzeitpause. 

Nach Wiederanpfiff schien der TSV dort weiter zu machen, wo er aufgehört hatte. Tötsches strahlte weiter Torgefahr aus und traf zwei weitere Male aus dem Rückraum. Doch nach nur fünf gespielten Minuten kam ein Bruch in das TSV-Spiel. Die Präsenz und Überlegenheit schien wie weggeblasen, Unsicherheit machte sich breit. Dies spürten die Gäste, die zwar angezählt, aber noch lange nicht besiegt waren. Und wer sich an das Hinspiel bei der HSG erinnert, der dürfte geahnt haben, was es heißt, wenn sich für eine Mannschaft plötzlich die Chance ergibt, ein Spiel zu drehen, obwohl vorher nichts zu klappen schien. So erging es nämlich dem TSV, der im Hinspiel ebenfalls eine furiose Aufholjagd startete. So machte es die HSG am gestrigen Abend auch. Und tatsächlich schaffte VeRuKa nicht nur den Ausgleich (25:25, 51. Minute), sondern ging in der 56. Minute erstmals in Führung (26:27). Die Zuschauer auf der Tribüne trauten ihren Augen nicht, dem TSV drohte plötzlich die erste Heimniederlage der Saison. Doch es kam glücklicherweise, nein: verdientermaßen anders. Steffen Coenen, der ebenfalls eine überzeugende Leistung geboten hatte, übernahm Verantwortung in dieser Phase. Nervenstark gelang ihm 80 Sekunden vor Abpfiff der erneute Ausgleich. Den anschließenden Wurf der nun anrennenden Gäste bekam Keeper Carsten Hesse zu fassen, sodass den Höllenbewohnern noch ein letzter Angriff blieb. Und den nutzte erneut Steffen Coenen, der sich sechs Sekunden vor dem Ende im 1:1 gegen seinen Abwehrspieler durchsetzte und ins lange Eck traf.  Im Nachhinein könnte man das Ende für den TSV sicherlich „glücklich“ nennen und über ein Unentschieden hätten sich beide Mannschaften nach dem Spielverlauf nicht beklagen können. Aber das Spiel dauert eben 60 Minuten und nicht 59:54. 

Es spielten und trafen: C. Hesse / Nordmann, Moenicks / Heyer 2 / Coenen 4 / Hartstock 1 / Goerder 5 / Optendrenk 3 / Leyendeckers 4 / Tötsches 9 / Langheinrich 

Spielfilm:

1 HZ : 1:0 / 5:3 / 8:5 / 13:7 / 14:8 / 15:11

2 HZ : 16:11 / 19:16 / 23:20 / 24:23 / 25:25 / 26:27 / 28:27


28.01.17

TSV enttäuscht auf ganzer Linie

Die Enttäuschung ist groß. Das Einzige, das am gestrigen Abend der Ausgangslage (immerhin spielte der Erste gegen den Dritten) gerecht wurde, waren die mitgereisten Fans. Die Mannschaft enttäuschte (bis auf ganz wenige Ausnahmen) auf ganzer Linie.

Viel hatte sich TSV vorgenommen vor dem gestrigen Spitzenspiel beim Ligaprimus aus Lank. Mit angepassten Deckungskonzepten und klaren Vorgaben für den Angriff hatte Trainer Linden seine Mannschaft auf das gestrige Spiel und dessen Bedeutung eingestimmt. Die Bedeutung des Spiels war auch den Fans klar – deswegen waren die Kaki „Ultras“ mit dem Bus angereist. Durch die phantastische Stimmung, die sie verbreiteten, war alles angerichtet, um das Auswärtsspiel zum Heimspiel zu machen.

Dann begann das Spiel und die Mannschaft konnte die Erwartungen aller Außenstehenden nicht erfüllen. Von Anfang an schien die Mannschaft gehemmt. Kein Angriff wurde in nötiger Konsequenz vorgetragen und es waren nur Einzelaktionen, die zu den wenigen Torerfolgen führten. Erschreckend war von Beginn an (mal wieder) die Chancenverwertung der TSV’ler. Immer und immer wieder scheiterten die Spieler der Ersten am gegenerischen Schlussmann.
In der Vergangenheit konnten die Höllenbewohner ihre Abschlussschwäche immer dann kompensieren, wenn sie in der Abwehr ihre Leistung abriefen. Dem war gestern jedoch nicht so. Gerade in der ersten Hälfte konnte der Lanker Al Bonie nach Belieben schalten und walten. Er allein erzielte sechs Treffer in der ersten HZ und provozierte zwei 7-Meter. Gefühlt reichte das bereits, um die Höllenbewohner vor schier unlösbare Aufgaben zu stellen. Nach und nach bauten die Lanker ihren Vorsprung aus. Entweder  agierten die TSV’ler viel zu passiv oder völlig übermotiviert. Dem war es mutmaßlich auch geschuldet, dass Maik Tötsches bereits nach 22 Minuten mit der roten Karte (3×2 Minuten) zu den Zuschauern wechselte.

Nach entäuschender ersten Hälfte gingen die Weiß-Blauen mit einem 5-Tore Rückstand in die Halbzeit! Die Marschroute war nun klar und hieß Aufholjagd. Sofort nach dem Seitenwechsel schienen sich die TSV’ler aufbäumen zu wollen. Carsten Hesse (der aufgrund seiner teils überragenden Leistung von dem Kollektivversagen auszunehemen ist) war nun für die Lanker kaum zu überwinden und so konnte der TSV zwischenzeitlich auf zwei Tore verkürzen. Für mehr reichte es jedoch nicht. Nach nach 15 weiteren Minuten war die Aufholjagd vorbei und der TSV wechselte wieder zum kopflosen Anrennen und indisponiertem Deckungsverhalten. Letztlich hatten die Lanker dann wenig Mühe ihren Vorsprung wieder auszubauen. Auch eine von Linden angeordnete offene Deckung änderte nichts an den Kräfteverhältnissen. Exemplarisch war es erneut immer wieder der agile Al Bonie, der sich aus seiner Manndeckung löste und den Abstand in der Schlussphase ausbaute.

Letztlich bleibt festzuhalten, dass die Lanker Mannschaft am gestrigen Abend die klar bessere Mannschaft war und verdient gewonnen hat. Traurig für den TSV ist daran, dass wohl keiner (mit Ausnahme von Carsten Hesse und in Phasen F. Rosati) etwas Entscheidendes dagegen zu setzen hatte und abschließend auch der direkte Vergleich an die Lanker geht (Hinspiel 33:28 für den TSV).
Es spielten und trafen: C. Hesse / Nordmann / Tötsches 1 / Rosati  5 / Heyer / Görder 7 / Coenen 6 / Leyendeckers 2 / Langheinrich / Hartstock 2 / Optendrenk / Jennes 2 / Moenicks

Spielfilm:

1HZ= 0:1 / 6:4 / 9:5 / 14:10 / 16:11
2HZ= 16:12 / 18:16 / 22:18 / 28:23 / 30:24


21.01.17

TSV mit Ladehemmungen!

Nach einer behäbigen und ausgeglichenen ersten Hälfte steigern sich die Höllenbewohner im zweiten Durchgang und siegen am Ende mit 29:18. In der Hinrunde bleibt der TSV damit in eigener Halle verlustpunktfrei. Nicht zur Verfügung standen neben V.Hesse,  Aaron Jennes (Krankheit) und Matthias Heinrich (Urlaub).

Für die Anhänger des TSV war es eine erste Halbzeit zum verrückt werden: Immer wieder erspielten sich die TSV’ler glasklare Chancen, scheiterten aber etliche Male (zum Teil kläglich) am Kapellener Schlussmann. Sicherlich lag es an der überragenden Leistung des Keepers der Gäste, es wirkte aber auch irgendwie unkonzentriert, ungenau und nicht fokussiert genug, was die Weiß-Blauen da im Angriff fabrizierten. Gut, dass der Gastgeber in Person von Maik Tötsches einen Angreifer hatte, der immer dann netzte, wenn der TSV dringend ein Tor benötigte, um im Spiel zu bleiben. Bei gefühlten 30 Chancen traf der TSV im ersten Durchgang nur zehn Mal. Dass der Gast aus Moers die eklatanten Abschlussschwächen nicht nutzte, um sich ein kleines Torepolster zu verschaffen, lag im Wesentlichen an einer starken Defensive und an Keeper Carsten Hesse. So brachten es auch die Gäste nicht über zehn Treffer in Halbzeit Eins.
Die Phase nach Wiederanpfiff war ein Spiegelbild dessen, was der TSV im ersten Durchgang geboten hatte. Immer wieder wurden unvorbereitete und überhastete Abschlüsse gesucht, die nicht zum Torerfolg führten. So blieb das Spiel weitere zehn Minuten bis zum 14:15 offen. Doch dann zündete der TSV plötzlich den Turbo. Die Angriffe wurden im Kollektiv vorbereitet und konsequent abgeschlossen. Ebenso wurden Tempogegenstöße erforgreich vorgetragen und auch im Zusammenspiel mit dem Kreisläufer kam nun Zählbares heraus. Da gleichzeitig die Abwehrarbeit nicht vernachlässigt wurde, gelang den Weiß-Blauen ein beachtlicher 13:2-Zwischenspurt, dem der TV Kapellen, der aufgrund der vier Siege in den letzten vier Spielen (darunter auch ein Sieg gegen das Spitzenteam aus Aldekerk) mit viel Selbstvertrauen angereist war und sich einiges vorgenommen hatte, nichts mehr entgegenzusetzen hatte.
Am Ende gibt der Elf-Tore-Vorsprung des TSV wohl nicht ganz den Spielverlauf und die Kräfteverhältnisse wieder, aber den Sieg hat sich der TSV durch harte Arbeit definitiv verdient.
Ein Sonderlob gebührt an diesem Wochenende Maik Tötsches, der zahlreiche sehenswerte Situationen über die gesamte Spielzeit zeigte. Ebenso sollte die Leistung von Felix Optendrenk erwähnt werden, der gerade in den ersten Minuten sein Potential unter Beweis stellte.
Am nächsten Wochenende folgt das schwere Auswärtsspiel beim Ligaprimus aus Lank. Wenn es dem TSV gelingt, die Leistung der gestrigen zweiten Halbzeit zu konservieren, dann kann man auch dort auf Punkte hoffen. Zudem würde ein Auswärtssieg die Liga wieder spannend machen. Nicht nur deshalb hofft die Erste auf zahlreiche Unterstützung aus dem Grenzland…..

Es spielten (Tore):Hesse / Nordmann; Tötsches (9), Rosati (4), Goerder (5/1), Coenen (3), Leyendeckers (3), Optendrenk (3), Mönicks (2), Langheinrich, Hartstock, Heyer

Spielfilm:  1. HZ: 1:1, 3:3, 8:8, 10:10
                    2. HZ: 14:15, 20:16, 27:17, 29:18


WELCOME BACK…..

Der erste Neuzugang für die kommende Saison 2017/2018 ist ein guter alter Bekannter:

JOCHEN „SCHELLE“ SCHELLEKENS kommt zurück. 

Der durchsetzungsstarke Kreisläufer kommt vom Oberligisten aus Lobberich zurück in die Hölle West. 

Schellekens spielte bereits in der hiesigen ersten Mannschaft, trainiert die männliche B-Jugend und hielt auch privat Kontakt zu vielen „weiss-blauen“ Spielern. Entsprechend erscheint es nur logisch das Jochen nun endlich zurück an seine alten Wirkungsstätte kehrt. Die Gründe für seine Rückkehr benennt der gereifte Kreisläufer wie folgt:

SCHELLEKENS: „Ein wichtiger Grund für meine Rückkehr ist definitiv VW  (Anmerkung der Redaktion : Da nimmt Jochen bereits den nächsten Neuzugang vorweg, aber alles hat seine Zeit…..) . Zudem kommt die Perspektive mit meinen Jungs (nächste Saison männl A – Jgd) die ich trainiere zusammen zu trainieren und zu spielen. Außerdem ist der TSV perspektivisch gut aufgestellt mit einer jungen Truppe und talentierten Spielern“

Was erwartest du von der kommenden Saison?

SCHELLEKENS: „Erfolgreichen Handball in einer harmonierenden Mannschaft vor einer vollen Halle.“

Steckbrief:

Alter: 25

Position: KM + universell im Rückraum

Größe: +/- 185 cm

Wohnort: Hinsbeck 

Vereine: HSG Wickrath , TV Aldekerk , TSV Kaldenkirchen , TV Lobberich 

Auch der designierte Trainer Pippo Clodt freut sich über den ersten Neuzugang und äußert sich so:

„Ich bin froh das mit Schelle ein erfahrener und deckungsstarker Kreisläufer nach Kaldenkirchen (zurück) kommt.

Er wird eine Führungsrolle einnehmen und ist eine Identifikationsfigur für Mannschaft und Verein.“


14.01.17

 
TV Aldekerk 2M – TSV Kaldenkirchen 1M 28:28 (14:16) 

Beim Verfolgerduell in der Verbandsliga, kam der TSV nicht über ein Unentschieden hinaus. 

Ohne den Langzeitverletzten Volker Hesse und Noel Marx, der bis zum Saisonende in Hong Kong aufhält, ging es für die Erste nach Aldekerk. Dafür gab jedoch ein guter alter Bekannter sein Comeback für den TSV. Matthias Heinrich spielte wieder für den TSV und trug gleich 2 Treffer zum Unentschieden bei.
Von Anfang an überraschten die Aldekerker mit einer offensiven Deckung gegen Mitte und Halblinks und störten dadurch immer wieder den Spielfluss der Weiss-Blauen. So kam der Gastgeber besser in die Partie und erst zum 10:11 in der 12. Minute konnte der TSV erstmals die Führung an sich reißen. Von nun an hatte der TSV das Spiel im Griff und lag immer leicht in Front. Lediglich, dass Abwehrchef Milan Langheinrich bereits in der 26. Minute mit der dritten Zeitstrafe auf die Tribüne musste, trübte das Bild für die zweite Hälfte. 
Doch auch nach der Halbzeit gab Kaldenkirchen das Spiel nicht aus der Hand. Der TSV konnte sich jedoch auch nicht entscheidend absetzten, sodass Aldekerk immer in Schlagdistanz blieb und beim Spielstand beim 25:25 das Spiel immer noch offen war. Zwei Minuten vor Spielende schien der TSV beim Stand von 26:28 alle Trümpfe in der Hand zu halten, doch durch zwei technische Fehler konnte der ATV noch ausgleichen.
 
Es spielten und trafen: Hesse, Nordmann – Coenen (6), Görder (4), Heinrichs (2), Leyendeckers (3), Jennes (2), Tötsches (10), Hartstock (1), Heyer, Optendrenk, Rosati, Langheinrich

17.12.16

TSV schließt das Jahr 2016 mit einem Heimsieg

Am Samstagabend haben die Handballer des TSV Kaldenkirchen ihr letztes Heimspiel des Jahres mit 37:29 (16:9) gewonnen. Dabei setzte die Mannschaft vor allem eine Maßgabe ihres Trainergespanns Felix Linden und Pippo Clodt um: Sie revanchierte sich für die bittere 30:34-Pleite, die die „Veilchen“ vom TV Jahn Hiesfeld dem favorisierten Gastgeber am 30. April diesen Jahres im letzten Spiel der vergangenen Saison zugefügt hatte. Das erneute Aufeinandertreffen gestalteten die Hausherren, die in dieser Saison in eigener Halle weiter ungeschlagen sind, einseitig: sie dominierten die Partie über weite Strecken und waren den Gästen aus Dinslaken in den entscheidenden Belangen überlegen. Wieder mit von der Partie war Kreisläufer Aaron Jennes, der nach neunwöchiger Verletzungspause in den Kader zurückkehrte.

Mit dem Anpfiff der beiden Unparteiischen übernahm der TSV das Kommando. Die Kommunikation im Deckungsverband stimmte, so dass die Angriffe der Gäste meist wirkungslos blieben. Vorne setzte zunächst Maik Tötsches die Akzente. Er war es auch, der den TSV nach zwölf gespielten Minuten mit dem 8:3 zur ersten deutlicheren Führung warf. Doch die Gäste, die bis dahin erst einmal aus dem freien Spiel getroffen hatten, bewiesen Moral und nutzten die technischen Fehler und Fehlwürfe, von denen sich die Blau-Weißen in einer Phase allgemeiner Verunsicherung eindeutig zu viele erlaubte. Die Veilchen kämpften sich Tor um Tor heran und verkürzten den komfortablen Vorsprung. Beim 9:7 hatte TSV-Coach Linden genug gesehen und rief seine Mannschaft in der 18. Spielminute zur Auszeit zusammen. Diese Maßnahme fruchtete, über das 12:7 setzten sich die Weiß-Blauen auf den Halbzeitstand von 16:9 ab. Dabei ließen sie sich weder von verschiedenen Deckungsformationen, noch von den zahlreichen 7m-Entscheidungen der Unparteiischen gegen den TSV beirren (insgesamt entschieden die Schiedsrichter zehn Mal auf 7m gegen den TSV).
 Auch die ersten 16 Minuten im zweiten Durchgang dominierten klar die Hausherren. Zu keinem Zeitpunkt konnte man den Eindruck gewinnen, dass es den Gästen aus Hiesfeld gelingen sollte, am Resultat der Partie noch nennenswert etwas ändern zu können. In der 38. Minute erzielte Christian Leyendeckers in Überzahl mit dem 24:14 die erste Zehn-Tore-Führung des TSV. Und wenig später, als Frederik Rosati den Gästekeeper mit einem feinen Leger im Tempogegenstoß überwunden hatte und damit auf 32:16 erhöhte, hatten die Höllenbewohner die Partie entschieden. Linden nutzte die Gunst der Stunde und begann früh in der zweiten Halbzeit damit durch zu wechseln und gewährte allen seinen Akteuren Spielanteile. Erst in der Schlussphase gelang es den Hiesfeldern den Abstand etwas zu verkürzen. Sie profitierten dabei von der Passivität des TSV, der zwei bis drei Gänge zurückgeschaltet hatte. Der Sieg geriet jedoch zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr.
Unterm Strich fuhr die Erste einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg ein, der jedoch höher hätte ausfallen können, wenn man den Druck konstant hoch gehalten hätte. In Sachen „Gute Vorsätze für 2017“ sollte sich der TSV vor allem eine Sache auf die Agenda setzen: Die Steigerung der Effizienz im Angriff. Das mag komisch klingen, wenn man sich die Ausbeute des TSV anschaut. Schließlich hat der TSV mit aktuell 349 Treffern die meisten Tore erzielt. Gefühlt ließen die Schützlinge von Linden und Clodt aber auch mindestens genauso viele Chancen ungenutzt. Auch am gestrigen Abend zeigte der TSV phasenweise Schwächen im Abschluss. Wenn es der TSV schafft in beiden Belangen einen Tick besser zu werden, dann dürften alle Beteiligten – dazu zählen Trainer, Mannschaft, Verantwortliche und Fans – zufrieden sein.
 Es spielten und trafen:
Hesse, Nordmann / Tötsches (8), Leyendeckers (6), Coenen (4), Görder (4), Jennes (3), Langheinrich (3), Rosati (3), Heyer (2), Optendrenk (2), Marx (1), Hartstock, Mönicks


11.12.16

Nach zerfahrenem Spiel verliert Kaldenkichen in Wuppertal mit 33:32 – und handelt sich damit bereits die dritte Niederlage der Saison ein.

Unmittelbar nach dem Anpfiff sah nichts nach einer drohenden Niederlage aus. Aus einer sicheren Deckung eroberten die Blau-Weißen den Ball und zogen ihr Spiel erfolgreich auf. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Welle waren die Höllenbewohner erfolgreich und schnell führte der TSV mit 5 Toren Vorsprung. Offensichtlich führte dieser Start die TSV-lern zu Überheblichkeit, denn im weiteren Verlauf lief aus Sicht des TSV nichts mehr zusammen und der Gastgeber drehte das Spiel. Den hochmotivierten Wuppertalern wusste die Erste plötzlich nur noch gefahrlose Aktionen entgegen zu setzen. Zahlreiche Fehlschüsse des TSV in Verbindung mit einer viel zu passiven Deckungsleistung brachten den Gegner aus dem Bergischen zurück ins Spielgeschehen. Mit einem 7:0-Lauf nach zehn Minuten zogen die Hausherren am TSV vorbei. Von nun an liefen die Spieler des TSV buchstäblich hinterher. Es waren ausschließlich Einzelaktionen, die (neben weiteren Fehlwürfen) ab und an zum Torerfolg führten. Letztlich rettete sich der TSV mit einem 3-Tore Rückstand in die Pause.  

Leider folgte nach der Pause keine deutliche Leistungssteigerung. Wieder und wieder scheiterten die Spieler am Torwart der Wuppertaler. Da zu diesem Zeitpunkt jedoch auch der TSV Schlussmann (C. Hesse) viele Bälle abwehren konnte, gelang es keiner Mannschaft, sich entscheidend abzusetzen. In der Schlussphase bot sich den Zuschauern dann wieder das exemplarische Bild: Einzelaktionen des TSV führten zu „dankbaren“ Abschlüssen für den LTV Torwart. Letztlich waren es 33 (!!!) Fehlschüsse der Kakis, die zur 33:32 Niederlage führten. Natürlich ist das nicht der einzige Grund für die Niederlage, aber ein entscheidender Faktor. Sicher kamen fehlende Einstellung und die nicht vorhandene Abstimmung in der Abwehr ebenfalls hinzu. Letztlich wird man diese Niederlage genau analysieren müssen, denn nach den tollen Auftritte der beiden letzten Wochen erinnerte heute einiges an die Leistung aus Korchenbroich.

Die Mannschaft wird hoffentlich ihre Lehren daraus ziehen und nächste Woche, im letzten Spiel des Jahres, wieder ihre „gute Seite“ zeigen. Es spielten und trafen: C. Hesse / Nordmann / Rosati 1 / Görder 8 / Tötsches 4 / Coenen 8 / Marx 2 / Heyer / Langheinrich 5 / Leyendeckers 4 / Optendrenk / Mönicks

Spielfilm:

1.HZ: 0:1 / 1:6 / 2:7 / 9:7 / 13:10 / 17:15 / 18:15

2.HZ: 20:18 / 21:21 /  23:21 / 26:25 / 27:27 / 33:32


03.12.16

TSV siegt im Verfolgerduell!

Nach der Galavorstellung des TSV Kaldenkirchen vor einer Woche bei der SG Dülken bot der TSV die Mannschaft von Felix Linden gegen die Adlerreserve aus Könighof erneut eine Leistung der Extraklasse.

Vor zahlreichen Zuschauern in der Hölle West kamen die Höllenbewohner am Ende zu einem verdienten 34:26 (17:12)-Erfolg nach überzeugender Leistung. Durch den siebten Pflichtspielsieg in der laufenden Spielzeit gegen den ambitionierten Gast aus Königshof bleibt der TSV ein eigener Halle ungeschlagen.
„Stark, richtig stark“, „so macht das Zuschauen Spaß“, „ein tolles Spiel“ – Das sind nur einige Kommentare, die die Spieler nach der Partie beim Siegerbierchen vor der Hale von den zahlreich angereisten Unterstützern aufschnappten. Denn das, was die Heimmanschaft über weite Strecken in den 60 Spielminuten zuvor geboten hatte, war zum Teil spektakulär.
Christian Leyendeckers eröffnete für den TSV und brachte seine Mannschaft in der 2. Spielminute mit 1:0 in Front. Er und seine Mitspieler bestimmten sofort das Spielgeschehen. Coach Felix Linden und sein Spannmann Werner Mattke (er vertrat den verhinderten Philipp Clodt) waren vom Auftritt ihrer Schützlinge beeindruckt, allein deshalb, weil sie im ersten Durchgang nur sechs (!) Spielminuten vollzählig auf der Platte standen und trotzdem das Geschehen bestimmten.
In der Deckung stand der Gastgeber kompakt, bot die notwendige Aggressivität auf und zeigte von Beginn an den unbändigen Willen am Samstagabend einen weiteren Erfolg einzufahren. Gelang es den spielstarken Gästen dann doch einmal einen klaren Abschluss herauszuspielen, war Schlussmann Carsten Hesse zur Stelle, der nach erfolgter Parade sofort die erste und zweite Welle einleitete. Dies gelang am gestrigen Abend bemerkenswert erfolgreich, da die beiden Außen Christian Leyendeckers und Frederik Rosati keine Chance ausließen und ihre Treffsicherheit einmal mehr unter Beweis stellten. Im Positionsangriff drückten Steffen Coenen  und Noel Marx dem Spiel ihre Stempel auf. Die jungen Mittelmänner des TSV führten klug Regie, leiteten die Angriffskonzeptionen überzeugend ein und strahlten auch selbst über die gesamte Spielzeit hinweg Torgefährlichkeit aus.
Die Ausgangslage für den zweiten Durchgang änderte sich aufgrund der Tatsache, dass gleich drei TSV-Akteure mit jeweils zwei Zeitstrafen belegt waren. Zudem schied Christian „Lanze“ Leyendeckers mit Rückenbeschwerden aus. Das Trainergespann musste gezwungenermaßen reagieren – aber auch von den personellen Umstellungen ließ sich der Gastgeber  nicht irritieren und spielte unbeeindruckt weiter. Das enorme Tempo, dass der TSV an den Tag legte, konnte der Gast aus Königshof nicht mitgehen. Und auch in der Abwehr fand die Mannschaft von Gästecoach Maher Farhan kein Mittel, den TSV zu kontrollieren. Er probierte eine offensive 4:2-Manndeckung gegen Görder und Tötsches, musste dann aber beobachten, wie der TSV geschickt die sich bietenden Räume nutzte und im 1:1 überzeugte. Als Farhan zurück zum defensiven 6:0-Abwehrsystem wechselte, waren die zuvor an die kurze Leine genommenen Görder und Tötsches zur Stelle, die aus der zweiten Reihe einnetzten.
Schon in der 45. Minute hatte der TSV den Sack zugemacht, als Christoph Mönicks vom Kreis zum 26:17 traf. Die Partie war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden, weil die Weiß-Blauen immer eine Lösung wussten. In den letzten Minuten nutzte Linden die Gelegenheit und experimentierte ein wenig – mehr als Ergebniskosmetik gelang den Königshofern jedoch nicht mehr, sodass die Linden-Truppe am Ende zu einem hochverdienten 34:26-Erfolg kam. Die Mannschaft des TSV war am gestrigen Abend einfach die bessere Mannschaft und es hat Spaß gemacht den Weiß-Blauen zuzusehen.
 
Es spielten und trafen: C. Hesse, Nordmann / Coenen (7), Marx (4), Rosati (6), Görder (6), Tötsches (5), Langheinrich, Heyer (1), Mönicks (2), Leyendeckers (3)
 
Spielfilm:
1:1 / 1:2 / 5:2 / 8:5 / 10:7 / 13:9 / 16:11 / HZ: 17:12
18:14 / 21:14 / 26:17 / 30:20 / 33:24 / Endstand: 34:26


26.11.16

Derbysieg!

Kaldenkirchen fährt im Derby gegen den Nachbarn aus Dülken einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg ein, der mit 18:30 sogar recht deutlich war.
Es wurde viel geredet und geschrieben vor dem Spiel gegen die SG Dülken. Ein Derby ist etwas Besonderes – nicht nur für die Spieler, sondern auch für die Anhänger der Lager. Und so machten sich am Samstagabend zahlreiche TSV-Fans zur Freude der Spieler auf den Weg zum Ransberg. Für die TSV-Akteure war es ein gefühltes Heimspiel (an dieser Stelle noch einmal ganz ausdrücklich ein großes DANKE an alle mitgereisten Fans). Und noch aus einem weiteren Grund war das das Spiel für die Weiß-Blauen etwas Besonderes: Schließlich sucht der TSV in fremden Gefilden noch seine Form.

Der schwache Auftritt beim TV Korschenbroich in der Vorwoche war noch nicht wirklich aus den Köpfen verschwunden. Die Marschroute vor dem Spiel bei der SG Dülken musste TSV-Coach Linden deshalb eigentlich auch gar nicht vorgeben, weil sie im Prinzip jeder kannte. Er tat es in seiner Ansprache wenige Minuten vor Anpfiff trotzdem und forderte im gleichen Atemzug eine Trotzreaktion seiner Schützlinge.

An Motivation fehlte es den TSV-Akteuren nicht – und das sah man von Beginn an, denn sie agierten hoch konzentriert und agil. Die Defensive, die gegen den TVK in der Vorwoche noch ein großes Manko war, funktionierte. Dort, wo es nötig wurde, „packte man zu“ und zwang die Gastgeber zu ungünstigen Abschlüssen. Vor allem der in der Vorwoche fehlende Milan Langheinrich, der unermüdlich kämpfte, arbeitete und organisierte, zeigte einmal mehr eine beeindruckende Leistung im Mittelblock. Sicherlich muss an dieser Stelle auch die Leistung von Carsten Hesse lobend erwähnt werden. Nur selten fand Dülken Mittel und Wege, Abwehr und Torhüter zu überwinden. Was nicht im Block hängen blieb wurde zu einer sicheren Beute für den TSV-Keeper.
Aus dieser sicheren Deckung heraus gelang der Ersten auch in der Offensive ein strukturiertes Spiel. Hier war es vor allem Mannschaftskapitän Lars Görder, der zu jeder Zeit Verantwortung übernahm – auch in der einzig kritischen Phase nach Wiederanpfiff, als der Gastgeber auf drei Tore verkürzen konnte, weil die TSV-Angreifer mehrere Großchancen vergaben. Zuvor hatte sich die Mannschaft einen Vier-Tore-Vorsprung zur Halbzeit erspielt. Görder war mit zwei wichtigen Treffern maßgeblich daran beteiligt, dass die Bemühungen der Dülkener nur ein Strohfeuer blieben. In der Folge fanden auch seine Nebenleute die Sicherheit wieder und behielten bis zum Ende der hitzigen Partie kühlen Kopf. Sonderlob verdienten sich neben Görder auch Maik Tötsches und Frederik Rosati, weil sie sowohl im gebundenen Spiel, als auch aus der ersten und zweiten Welle heraus ihre Torgefährlichkeit unter Beweis stellten.
Bis zum Schlusspfiff baute die am gestrigen Abend einfach bessere Mannschaft aus Kaldenkirchen ihren Vorsprung Tor um Tor aus, sodass am Ende ein 12-Tore Sieg im Derby dabei herauskam – eine bemerkenswerte Antwort auf die eigene Leistung der Vorwoche. Es macht Spaß zu sehen, dass es in Kaldenkirchen eine stetige Entwicklung gibt, an der viele Beteiligt sind. Dazu gehört auch Felix Optendrenk: Der junge Rückraumspieler arbeitet nach der mittlerweile auskurierten Handverletzung seit Wochen hart im Training und wurde für seinen Ehrgeiz in der Schlussphase durch Einsatzzeit belohnt, in der er gleich drei Treffer markierte.
 
Sicherlich wird es in der Saison noch den ein oder anderen Rückschlag geben. Wenn es der Mannschaft aber immer wieder gelingt, die Rückschläge zu verdauen und entsprechend reagiert, dann sind alle Beteiligten auf einem guten Weg.
Es spielten und trafen: Hesse/Nordmann; Rosati (6), Görder (7), Tötsches (5), Coenen (1), Marx (3), Langheinrich (3) , Optendrenk (3), Leyendeckers, Heyer (2), Mönicks
Spielfilm:
 
1. HZ: 0:1 / 2:6 / 4:8 / 5:10 / 7:12 / 8:12
 
2. HZ: 9:15 / 12:16 / 13:18 / 15:21 / 17:24 / 18:30


12.11.16

TSV glänzt in der Defensive

Gegen den TV Geistenbeck zeigte der TSV vor allem in der Defensive eine herausragende Leistung und gewinnt am Ende hochverdient mit 30:24.

Man nennt es wohl Intuition, dass Trainer Felix Linden gestern von Beginn an auf Torhüter Florian Nordmann setzte. Schon den ersten Angriff vereitelte der Nachwuchsschlussmann des TSV mit Bravour und stellte das Vertrauen des Trainers im Folgenden mit Leistung unter Beweis.

In den Anfangsminuten der gestrigen Partie blieb zunächst nur Nordmann derjenige, der Akzente setzte und den TSV im Spiel hielt – seine Mitspieler brauchten ca. 10 Minuten, um in die Partie zu finden.  Dann jedoch steigerten sich die Blau–Weißen kontinuierlich und stellten den TVG durch ihren Deckungsverband (organisiert vom überzeugenden und kompromisslosen Langheinrich) vor teilweise unlösbare Aufgaben. Immer wieder zwangen die TSV’ler ihren Gegner ins Zeitspiel. Schlossen die Gäste aus Mönchengladbach dann ab, war immer wieder entweder der Block, oder aber der TSV-Schlussmann zur Stelle, der sich sich über die gesamte Spielzeit durch etliche Paraden auszeichnete.

Im zweiten Durchgang steigerte sich der Defensivverbund der Höllenbewohner dann nochmals. In den folgenden 19 Spielminuten gelang den Gästen, denen die spielgestalterischen Ideen inzwischen ausgegangen waren, nur drei Tore aus dem Spiel. Die folglich erzielten Ballgewinne konnten vor allem durch den schnellen Frederik Rosati im Gegenstoß verwertet werden. Er war es auch, der knapp zehn Minuten vor dem Abpfiff mit dem Treffer zum 26:17 die Vorentscheidung besorgte. Linden wechselte in den Schlussminuten munter durch, was mitunter dazu führte, dass der TVG noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben konnte.

Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass der TSV gestern eine ansprechende Leistung zeigte und die Zuschauer vor allem durch die mannschaftliche Geschlossenheit in der Abwehr verwöhnte.
Verbesserungspotenzial zeigten die Spieler jedoch erneut im Torabschluss. Charakteristisch dafür stehen beispielsweise vier vergebene Strafwürfe des TSV und auch die ein oder andere klare Torchance blieb ungenutzt.

Es gibt also noch Arbeit für die Spieler des TSV, aber für Pessimismus gibt es überhaupt keinen Anlass: Das Mannschaftsgefüge ist intakt – und das ist eine gute Basis, auf der man die anstehenden Aufgaben gemeinsam angehen kann.

Es spielten und trafen:
C.Hesse, Nordmann – Mönicks (1), Heyer, Marx (5), Coenen (4), Görder (2), Leyendeckers (2), Tötsches (4), Merzenich (3), Langheinrich (4), Rosati (5)

Spielfilm: 5:7 / 9:8 / 12:12 / HZ: 15:12 19:14 / 26:17/ Endstand: 30:24


06.11.16

TSV beißt und siegt!

Für zwei Spieler war das heutige Spiel gegen die Turnerschaft Lürrip wohl etwas ganz Besonderes: Carsten Hesse und Christian Leyendeckers spielten gegen die Mannschaft, der sie zuletzt  für mehr als ein Jahrzehnt angehörten. Aufgrund dessen war es auch nicht verwunderlich, dass die Beiden, wie auch der Rest ihrer Mannschaftskameraden, nervös in die Partie starteten: Gut herausgespielte Chancen wurden nicht genutzt und auch der ein oder andere Fehlpass schlich sich ein.

Es drohte ein typisches und in Kaldenkirchen verhasstes „Sonntagsspiel“ zu werden: Das Spiel plätscherte so dahin, ohne dass sich eine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Immer wieder parierte der Lürriper Schlussmann Altwicker Würfe der Kaldenkirchener Werfer und vorne durfte vor allem Rückraumschütze  Brotzki seine Torgefährlichkeit (zu oft) unter Beweis stellen.

Egal was Trainer Linden auch versuchte – es schienen immer nur kurze Funken des Kaldenkirchener Könnens aufzublitzen.

Reichte die Leistung der TSV-Akteure noch, um fast ausgeglichen in die Halbzeit zu gehen, sahen sie sich wenige Minuten nach Wiederanpfiff mit einer Niederlage bedroht. Die Höllenbewohner gerieten prompt in Rückstand. Bis auf drei Tore erhöhten die Gladbacher Hausherren und brachten „Weiß-Blau“ eine knappe Viertelstunde vor dem Ende, an den Rand der Niederlage.

Bemerkenswert war jedoch, dass plötzlich ein Ruck durch die Reihen des TSV ging. Angeführt von Kapitän Görder bäumte die Mannschaft sich auf und stemmte sich der Niederlage entgegen. Allen voran war es nun Christian Leyendeckers, der Verantwortung übernahm – mit Erfolg. Immer wieder traf der Rechtsaußen nervenstark und brachte die Erste wieder zurück ins Spiel. Ein weiterer Indikator für das erfolgreiche Aufbäumen war die Defensivleistung in den letzten 15 Spielminuten: Angeführt vom starken Langheinrich zeigten auch Tötsches und Mönicks ihre Arbeiterqualitäten, indem sie bis zum Schlusspfiff fast keine klare Torchance der Gäste mehr zuließen.

Schaffte es ein Lürriper Angreifer dann doch vor das Tor von C. Hesse, hielt der TSV-Schlussmann in den letzten Minuten, so wie man es normalerweise von ihm gewohnt ist. Am Ende drehte der TSV das Spiel und gewann mit drei Toren Vorsprung, weil es ihm in der Schlussphase gelang, zumindest in der Abwehr mannschaftlich geschlossen aufzutreten und füreinander einzustehen

Es spielten und trafen: Hesse, Nordmann / Rosati 2, Coenen 4, Marx 6, Görder 5, Tötsches 3, Heyer, Mönicks 1, Leyendeckers 5, Langheinrich 1, Merzenich 2 3:2 / 6:5 / 9:8 / 12:11 / HZ: 14:13 15:13 / 18:15 / 18:18 / 18:19 / 21:22 / 24:27 / Endstand: 26:29


29.10.16

TSV düpiert Grefrath und siegt im ersten Derby der Saison

Zum ersten Mal hieß es in dieser Saison Derbytime, denn der Nachbar aus Grefrath war in die Hölle West gereist. Der Aufsteiger ist ordentlich in die Saison gestartet und hatte einige Achtungsergebnisse in der Vorbereitung erzielt, so dass die Erste gewarnt war. Hinzu kam, dass das Trainergespann Linden/Clodt auf den Halbrechten Merzenich und auf die beiden Linksaußen Rosati und Hesse verzichten musste. Trotzdem war die Mannschaft hoch motiviert, wollte sie doch das erste Derby in dieser Saison für sich entscheiden und gleichzeitig ein Ausrufezeichen setzen.

Dies gelang den Höllenbewohnern in der Anfangsphase nur bedingt: Den Zuschauern in der gut gefüllten Hölle West zeigte sich in den ersten Spielminuten ein motivierter Hausherr, der zunächst aber noch mannschaftliche Geschlossenheit vermissen ließ. Oft waren es Einzelaktionen oder Kleingruppenspiele, mit denen der TSV sich Chancen und Tore erarbeitete. Allerdings schlichen sich sowohl in der Deckung, als auch im Angriff (vor allem im Abschluss) immer wieder Fehler ein, die letztlich, trotz des einigermaßen beruhigenden 18:12-Pausenstandes, das Gefühl vermittelten, dass der TSV in der ersten Halbzeit noch nicht in allen Belangen überzeugte.

Anders gestaltete sich die zweite Hälfte. Die Trainer schienen die richtigen Worte gefunden zu haben, denn die Blau-Weißen spielten nun wie entfesselt. Man zwang den Gast in dieser Phase des Spiels immer wieder zu schwierigen Abschlüssen, aus denen Ballgewinne resultierten, die eiskalt in Zählbares umgemünzt wurden, sei es über den direkten Tempogegenstoß, oder über eine schwungvoll vorgetragene zweite Welle, in der die Erste immer wieder den besser postierten Mitspieler fand. Und kam es doch mal zu einem Angriff aus dem gebundenen Spiel, dann ließen die TSV-Akteure auch diese Möglichkeit nicht aus, sich auszuzeichnen. Geschickt zog der TSV-Rückraum den gegnerischen Deckungsverband so weit auseinander, dass es für den TSV mit zunehmender Spielzeit gefühlt immer leichter wurde, zum Torerfolg zu gelangen. Mit in die Karten spielte da sicherlich der Umstand, dass die Turnerschaft aus Grefrath auch kaum noch Gegenwehr zeigte. Der 42:26-Endstand war unterm Strich am Ende wohl das, was man als gemeinhin als „leistungsgerecht“ bezeichnen würde.

Was bleibt ist die Frage nach den herausragenden Akteuren der Partie. Ein Blick auf die Torschützenliste verrät, dass es den an diesem Abend nicht gab: Denn der Star war die Mannschaft. Ob Jennes, der vom Kreis (oft nach Anspielen von Langheinrich) sicher verwertete, Coenen und Marx, die ihre Schnelligkeit und Kreativität nutzten, Tötsches, der seine herausragende Athletik einbrachte, Leyendeckers, der mit Routine und Übersicht netzte, oder Hesse, der aus seinem eigenen Kreis traf – es war das Kollektiv, das zu diesem aussagekräftigen Ergebnis führte, ohne dabei einzelne Spieler hervorheben zu müssen.
Für die nächsten Spiele gilt es nun, die im zweiten Durchgang gezeigte Form zu konservieren und erneut abzurufen. Der TSV hat nämlich noch einige schwere Aufgaben vor sich……

Es spielten und trafen: C. Hesse (1), Nordmann / Heyer, Marx (6), Coenen (6), Jennes (8), Görder (5), Leyendeckers (6), Tötsches (6), Langheinrich (4)

Spielfilm: 0:1 / 8:5 / 9:9 / 13:9 / HZ: 18:12 / 21:13 / 25:16 / 27:17 / 31:20 / 37:23 / E: 42:26


01.10.16

TSV Kaldenkirchen 1M – HSG RW Oberhausen 26:20 (11:9)

TSV krampft und kämpft sich zum Sieg!

Manchmal gibt es im Handball so Tage, da gelingt einfach Vieles nicht. Einen solchen Tag erwischten am gestrigen Samstag die Mannen der Ersten. Dass es am Ende trotzdem zu einem Sieg reichte,  haben die TSV’ler ihrer Kampfbereitschaft und der Unterstützung der zahlreichen TSV-Fußballer zu verdanken.

Schon unmittelbar nach dem Anpfiff war zu erkennen, dass die Höllenbewohner zwar hoch motiviert waren, aber an diesem Tag nicht alles gelingen wollte. Immer wieder trafen die Blau-Weißen in der Anfangsphase lediglich Aluminium, scheiterten am gegnerischen Torwart oder verloren leichtsinnig den Ball nach technischen Fehlern und Fehlpässen. Es dauerte nicht lange, bis die Erste in Rückstand geriet.

Ganze acht Minuten verstrichen, ehe die Linden-Truppe ihr erstes Tor an diesem Abend erzielte. Die anschließende „Aufholjagd“ gestaltete sich aufgrund der Unzulänglichkeiten vor allem im technischen Bereich extrem mühsam: Für jedes erzielte Tor benötigten die Höllenbewohner gefühlte fünf Ballgewinne. Nichtsdestotrotz mühte sich der TSV irgendwie zum Ausgleich und schaffte in den letzten Minuten der ersten Spielhälfte sogar noch einen drei Tore Vorsprung.

In der zweiten Hälfte zeigte sich den Zuschauern, unter denen zahlreiche TSV-Fußballer lautstark ihre Solidarität demonstrierten, dasselbe Bild. Bälle wurden leichtfertig durch ungenaue Zuspiele und fahrlässige Torabschlüsse verschenkt. So gelang es dem Gast aus Oberhausen, den Abstand, den die Hausherren kurz nach Wiederanpfiff auf zwischenzeitlich vier Tore vergrößerten, immer wieder zu verkürzen. Letztlich sahen die Zuschauer eine äußerst durchschnittliche Leistung der TSV-Akteure. Nicht in diese Bewertung fielen jedoch die Leistungen der beiden Akteure Heyer und Coenen. Beide waren nämlich Lichtblicke im Einheitsgrau der TSV-Leistung.

Während Coenen immer wieder mit Esprit, Spielwitz und Torgefahr überzeugte, zeigte Heyer (als Einziger an diesem Tage) einen kompromisslosen Torabschluss und erzielte fünf überzeugende Tore.

Abschließend kann  aus Sicht des TSV festgehalten werden, dass es wohl genau diese Spiele sind für die das Wort Arbeitssieg erfunden wurde.

Es spielten und trafen: Hesse ( 1. – 55.) Nordmann 56. – 60. – Görder 4, Langheinrich, Merzenich 2, Rosati 2, Leyendeckers 1, Jennes 2, Marx 4, Coenen 6, Heyer 5

Spielfilm: 1:4 / 8:6 / HZ 11:8 / 14:10 / 14:13 / 17:13 / 19:14 / 22:19 / 26:20


25.09.16

HSG Venn/Rum/Kaldenh 1M – TSV Kaldenkirchen 1M 30:28 (16:12)

Beim ersten Auswärtsspiel der Saison brauchte die Erste 45 Minuten, um ins Spiel zu finden. Schließlich konnte man sich jedoch nicht für eine spektakuläre Aufholjagd belohnen.

Der TSV trat die Reise nach Rumeln ohne Aaron Jennes (auf Abschlussfahrt), Felix Optendrenk, der sich am Vortag bei der Zweiten verletzte, und Volker Hesse (Langzeit-Verletzung) an.
Dennoch war man nach dem erfolgreichen Saisonstart guter Dinge. Doch bereits in der Anfangsphase wurde die Euphorie gedämpft. Im Angriff fehlten Automatismen und Präzision, in der Abwehr agierten die Weiß-Blauen deutlich zu passiv. Dementsprechend lag der TSV zur Halbzeit mit 16:12 hinten.
Auch nach der Pause das gleiche Bild. Kaldenkirchen fand im Angriff nur selten Mittel gegen die robuste Deckung des Gastgebers und ließ auf der anderen Seite zu einfachen Torabschlüssen kommen, ohne entscheidend zu stören.
Dadurch wuchs der Rückstand auf 24:16 an. Die lautstarken Zuschauer feierten schon den sicher geglaubten Sieg der HSG. Doch der TSV wollte sich noch nicht geschlagen geben und öffnete die Deckung zunächst zu einer sehr offensiven 5:1 und später zu einer Manndeckung.
Die provozieren Ballverluste und die Paraden von Torhüter Carsten Hesse nutzte Kaldenkirchen im Gegenzug jetzt immer wieder zu schnellen Toren. Durch einen 6:0-Lauf kurz vor Schluss erkämpften sich die Weiß-Blauen beim Stand von 29:28 sogar die Chance auf den Ausgleich. Jedoch ging der Ball verloren und Rumeln traf zum 30:28 Endstand.
Unterm Schlussstrich kann man sich nur mit den letzten 15 Minuten zufrieden geben und muss beim nächsten Spiel diese Einstellung über 60 Minuten an den Tag legen.
Es spielten und trafen: Hesse und Nordmann (Tor), Heyer, Marx (3), Coenen (4), Görder (10), Tötsches (3), Merzenich (1), Mönicks (1), Leyendeckers (1), Rosati, Langheinrich (1), Hartstock (4)
Trainer: Linden / Clodt


17.09.16

TSV startet mit Sieg in die neue Saison

Es ist Mitte September, der Sommer verabschiedet sich so langsam, aber dafür begann die neue Verbandsligasaison 2016/2017. Seit Ende Juni quälen sich die Höllenbewohner in der handballfreien Zeit durch die Vorbereitung und fieberten dem ersten Saisonspiel entgegen. Zum Auftakt war am Samstagabend die Mannschaft von Treudeutsch Lank in die Hölle gereist. Ausgerechnet Lank, gegen die der TSV seit mehr als 5 (!) Jahren nicht gewinnen konnte.

Am gestrigen Abend kam es jedoch anders: Von Anfang an zeigten die Hausherren, dass sie nicht gewillt waren, dem Gesetz der Serie zu folgen. Hochmotiviert begann der TSV die erste Halbzeit der Saison. Aus einer kompakten Deckung agierte die Mannschaft von Trainer Linden zielgerichtet und konnte mit zunehmender Spieldauer immer öfter Ballgewinne verzeichnen. Denn die Höllenbewohner benötigten einige Minuten, um die Deckung zu manifestieren. Der Motivation war es in diesem Zusammenhang wohl auch geschuldet, dass Neuzugang Maik Tötsches etwas unglücklich und hart in einen Zweikampf einstieg und infolgedessen berechtigt die rote Karte sah. Der neu formierten Mannschaft, die sich erstaunlich homogen präsentierte, schien dieser frühe Ausfall jedoch nicht viel auszumachen. Sowohl im Angriff als auch in der Deckung agierte die Erste hoch konzentriert. Vor dem Hintergrund einer guten Mannschaftsleistung ist die Leistung von Sebastian Merzenich in der ersten Halbzeit hervorzuheben. Der Rückraumrechte fand immer wieder den freien Mitspieler oder setzte sich selbst als Torschütze in Szene. Auch Unterzahlsituationen (Zeitstrafen insgesamt 8:2) trotzten die Höllenbewohner – Lank fand in diesen Situationen nur selten Mittel und Wege, einen Torerfolg zu erzielen. Nicht unverdient war deshalb der drei-Tore Vorsprung zur Halbzeit.

Im zweiten Durchgang zeigte sich ein ähnliches Bild: Die Hausherren agierten weiterhin konzentriert, motiviert und ergiebig in einer „glühenden“ Hölle West. Im Minutentakt unterbrachen die Unparteiischen die Partie, weil gewischt werden musste. Des Weiteren musste sich der TSV auf die taktischen Finessen der Lanker einstellen, die versuchten durch das Umstellen ihrer Deckungsformation das Spiel der Kaldenkirchener zu stören – zum Beispiels durch eine Manndeckung gegen Kapitain Görder). Allerdings hatte der TSV jedoch immer eine Antwort parat, andere Spieler übernahmen Verantwortung und kamen in dieser Phase zum Torerfolg. Letztendlich war der 33:27-Erfolg hochverdient.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass das ein vielversprechender Saisonbeginn war, in dem sicherlich noch nicht alles optimal, aber vieles schon sehr gut lief. Die Zuschauer sahen ein funktionierendes Mannschaftsgefüge, in dem die Mannschaft sich in jeder Situation sowohl auf Kapitain Lars Görder, als auch auf das neue Torhütergespann mit Carsten Hesse und Florian Nordmann verlassen konnte. Nicht nur in den brenzligen Situationen waren sie präsent und führten die Mannschaft zum Sieg.

Es spielten und trafen: C. Hesse (14 Paraden in 52 Minuten) / Nordmann (4 Paraden in  8Minuten), Görder 10,  Merzenich 7, Jennes 6, Coenen 5, Leyendeckers 2, Marx 2, Rosati 1, Tötsches, Langheinrich, Heyer, Optendrenk

Trainer : Linden / Clodt

Spielfilm: 1. HZ: 3:1 / 7:9 / 16:13; 2. HZ: 16:17 / 17:17 / 23:20 / 30:25/ 33:28

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